Anstieg von physischem Xetra-Gold seit 2007 in Tonnen. Die ausführliche Grafik steht unten

Anstieg von physischem Xetra-Gold seit 2007 in Tonnen. Die ausführliche Grafik steht unten

Mehr als 80 Tonnen

Deutsche Anleger strömen ins Xetra-Gold

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„Auf einfachem Weg von der aktuellen Entwicklung des Goldpreises profitieren“, wirbt der Anbieter von Xetra-Gold für die Geldanlage in dem ETC („Exchange-traded Commodity“), einer Mischform aus Zertifikat und Indexfonds. Die Deutsche Börse Commodities hat Xetra-Gold 2007 auf den Markt gebracht. Anleger, die das Wertpapier erwerben, nehmen direkt an der Wertentwicklung von Gold - gerechnet in Euro - teil. Für jeden Anteilsschein wird genau ein Gramm des Edelmetalls physisch hinterlegt. Die Anleger können sich den Gegenwert ihres Anteils also auch in Gold auszahlen lassen.

Je mehr Anteile erworben werden, desto stärker wächst auch die Menge des physisch hinterlegten Goldes an. Im Falle von Xetra-Gold lagern mittlerweile 80,18 Tonnen des Edelmetalls in Form von Goldbarren nach Unternehmensangaben im Frankfurter Zentraltresor für deutsche Wertpapiere.



In unsicheren Marktphasen wenden sich Anleger verstärkt beständigen Vermögenswerten zu. Gold erlebt derzeit eine Hochkonjunktur. Der Bestand an physischem Xetra-Gold ist allein seit Jahresbeginn um über 35 Prozent angestiegen. Das Unternehmen verwaltet aktuell ein Vermögen von knapp drei Milliarden Euro. Ein Anteilsschein, entsprechend einem Gramm des Edelmetalls, kostet aktuell 37,37 Euro.

Bei Xetra-Gold erhalten Anleger das Edelmetall unabhängig von der Menge zum Großhandelspreis, hebt die Deutsche Börse hervor. Und auch in steuerlicher Hinsicht sind Xetra-Gold-Anteile attraktiv: Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom Herbst letzten Jahres werden sie wie physische Rohstoffe behandelt: Nach Ablauf von 12 Monaten Haltefrist brauchen Anleger auf Gewinne aus dem Verkauf keine Abgeltungssteuer zu zahlen.

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