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Mehrheit der Deutschen kennt Unisex nicht

Damit wissen auch die Hälfte der Deutschen nicht, dass Männer etwa in der Altersvorsorge ab 2013 für die gleiche Leistung höhere Beiträge zahlen müssen und Frauen zum Beispiel bei der Risikolebensversicherung stärker zur Kasse gebeten werden. 45 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen ist daher auch nicht bekannt, dass sie sich bis zum 21. Dezember  alte Konditionen sichern könnten.

Das zeigt eine repräsentative Befragung unter 1.052 Deutschen, die das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hannoverschen durchgeführt hat. So wissen 60 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nicht, was ab 2013 anders wird. Und selbst in der Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen, die über ein sonst überdurchschnittliches Versicherungswissen verfügen, geben nur 58 Prozent der Befragten an, in Sachen Unisex-Tarife Bescheid zu wissen.

Die Teilnehmer der Umfrage mussten sich zwischen vier vorgegeben Antworten entscheiden: Jeder zehnte Befragte geht bei der Frage, für welche Personengruppen ab Ende 2012 einheitliche Versicherungstarife gelten, davon aus, dass es sich bei den anstehenden Änderungen in der Produktgestaltung um eine Vereinheitlichung der Altersgruppen handelt.

"Tabaktarife" statt Unisex

Anstelle von Unisex-Tarifen rechnen sie zum Jahresende mit „Ein-Generationen-Tarifen“ bei der Lebens- und Risikolebensversicherung. Immerhin ganze 5 Prozent der Deutschen vermuten, dass ab 2013 kein Unterschied mehr zwischen Rauchern und Nichtrauchern gemacht wird und sogenannte „Tabaktarife" eingeführt werden. Mehr als ein Drittel der Befragten weiß es nicht beziehungsweise kann keine Angaben machen.

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