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Meister am Mischpult

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Unser Ziel ist, eine positive Performance in fast jedem Marktumfeld zu erreichen“, sagt Maurizio Pedrini, Portfoliomanager des Credit Suisse Bond Fund (Lux) TOPS. Das Kürzel TOPS steht für Total Performance Strategy. Pedrini inves tiert mit seinem Team in das gesamte Spektrum von Fixed-Income-Anlagen: also in Anleihen von Schuldnern mit AAA-Rating bis hin zu Lower Investment Grade (BBB-), was auch Notes und ähnliche festverzinsliche Werte mit einschließt. „Zins-, Kredit- und Währungspositionen managen wir unabhängig, um die speziellen Risiken voneinander trennen zu können“, so Pedrini. „Zugleich versuchen wir mit der Streuung über mehrere Performance-Treiber, Überrenditen gegenüber dem Markt zu erreichen.“ Dass seine Mannschaft mit ihrer Strategie gut aufgestellt ist, dokumentiert die Auszeichnung, die das Analysehaus Lipper in diesem Jahr an den Credit-Suisse-Fonds vergeben hat. Die Euro-Variante ist Preisträger des Lipper Fund Award in der Kategorie „Bond Euro – Short Term“. Durch die massive Flucht in vermeintlich sichere Staatspapiere sind die Zinsdifferenzen zwischen Staats- und Unternehmensanleihen in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Und boten früher Anleihen häufig Coupons, die hoch genug waren, um Preisveränderungen in Zeiten steigender Zinsen auszugleichen, hat sich auch hier die Situation gewandelt. Pedrini: „Also müssen Risikoreduzierung und Renditeorientierung bestmöglich in Einklang gebracht werden.“ Pedrinis Lösung sind derivative Instrumente: Der sogenannte 130/30-Ansatz erlaubt es dem Fonds, ein Kreditengagement von etwa 100 Prozent aufrechtzuerhalten, selbst wenn 30 Prozent des Portfolios abgesichert sind. Pedrini: „Über den Einsatz von Swaps und variabel verzinsliche Anleihen reduzieren wir die Duration und damit das Zinsänderungsrisiko.“ So kommen laut Pedrini Anleger mit kurz- und mittelfristigem Investitionshorizont trotzdem in den Genuss von einer Performance oberhalb des Geldmarkts: „Und die Strategie eignet sich auch für eher konservative Investoren, die mit Anleihen keine so großen Kursschwankungen wie mit herkömmlichen langfristigen Anlagen wollen und positive Renditen über eine mittlere Laufzeit suchen.“ Industrietitel, Bank- und Versicherungsanleihen und Staatspapiere machen derzeit mehr als zwei Drittel des Fonds - Portfolios von rund 121,9 Millionen Euro aus, das sich auf 93 unterschiedliche Investments verteilt. Größere Positionen sind der Wasser- und Umweltkonzern Veolia (rund 3,7 Prozent des Fondsvermögens), die Weltbank (2,7 Prozent) oder Anleihen des kanadischen Bundesstaats Quebec (2,1 Prozent). >> Zum Interview Die von Pedrinis Team für den Credit Suisse Bond Fund (Lux) TOPS angestrebte Volatilität beträgt prinzipiell niedrige 1,0 bis 1,5 Prozent. Auf Sicht von drei Jahren betrug die Kurssschwankung indes durchschnittlich 5 Prozent. Auch das ist laut dem Fondmanager auf die unstete Entwicklung des Markts für Unternehmensanleihen zurückzuführen, der auch in der Folgezeit so schnell nicht zur Ruhe kommen dürfte. „Doch birgt das Auf und Ab auch Chancen. Das hat die Rally der vergangenen Monate eindrücklich bewiesen“, unterstreicht Pedrini.

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