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Merrill Lynch: Europafonds-Manager setzen auf Bargeld

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Dies ist das Ergebnis einer Umfrage vom Bankhaus Merrill Lynch unter 167 Fondsmanagern. 42 Prozent von ihnen messen Bargeld ein hohes Gewicht bei ihrer Asset Allocation bei. Im Dezember waren es lediglich 29 Prozent. Als Grund für die steigende Bargeldorientierung gab Merrill Lynch die gedrückte Stimmung auf den europäischen Finanzmärkten sowie das noch immer anhaltende Misstrauen gegenüber anderen Anlageformen an. So gut wie alle Befragten gehen von einer Rezession auf dem europäischen Markt aus – im Dezember waren es noch 91 Prozent. Auch die europäischen Aktien haben in letzter Zeit in den Augen der Fondsmanager deutlich an Attraktivität verloren: Der Anteil der Manager, die diese für eine günstige Investition halten, ist von 40 Prozent im Dezember auf nunmehr 22 Prozent fast um die Hälfte zurückgegangen. Laut den Merrill Lynch Analysten kommt in diesen Ergebnissen einerseits die Erwartung weiterhin schwindender Gewinne europäischer Unternehmen sowie andererseits die risikoscheue Haltung europäischer Investoren zum Ausdruck. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie Telekommunikation sind derzeit gefragter denn je. Im Gegenzug haben Bankenaktien bei den befragten Fondsmanagern nochmals an Attraktivität eingebüßt.

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