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Merrill Lynch: Fondsmanager so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr

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Die Prognosen seien so optimistisch wie zuletzt im Dezember 2005, erklären die Forscher. Zum ersten Mal seit über drei Jahren erwarten die Befragten keine weitere Verschärfung der Rezession in den kommenden zwölf Monaten. Besondere Hoffnungen stecken die befragten Manager in das Wirtschaftswachstum Chinas. Während im Januar 70 Prozent der Umfrageteilnehmer dem Land ein negatives Wachstum prognostizierten, waren es im Februar nur noch 21 Prozent. Nun ist der Anteil der Pessimisten abermals drastisch gesunken und beträgt noch lediglich rund 1 Prozent. Auch andere Schwellenmärkte sind gegenüber den Vormonaten in der Gunst der Fondsmanager gestiegen. Für die Aktienmärkte Japans sowie der Eurozone sehen die meisten Fondsmanager dagegen zusehends schwarz. Auch das bereits Anfang des Jahres große Misstrauen in die Bankaktien hat weiter zugenommen. „Die März-Ergebnisse zeigen, dass die Investoren an einen wirtschaftlichen Aufschwung glauben wollen“, betont Gary Baker, der bei Merrill Lynch die internationalen Investitionsstrategien mitverantwortet. Die Risikobereitschaft der Anleger leidet jedoch unter dem wachsenden Misstrauen gegenüber Banken. „Ob die Anleger diese Diskrepanz zwischen ihrer Risikoaversion und dem wachsendem Optimismus auflösen können, wird in diesem  Frühjahr das Schicksal der Aktienmärkte bestimmen“, sagt sein Kollege, Michael Hartnett. An der Umfrage nahmen 213 Fondsmanager teil, die zusammen 533 Milliarden US-Dollar verwalten.

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