Was hat das Metaverse mit dem Web3 zu tun?

Der Metaverse-Kosmos und das Web3 basieren beide auf der dezentralen Blockchain-Technologie. In der Entwicklung des Internets gab es im Laufe der Zeit verschiedene Strukturen:

  • Das Web1 die Ursprungsform des Internets: Hier konnten User surfen und online Artikel lesen, aber nicht miteinander interagieren.
  • Das Web2 die Form des Internets, die wir aktuell nutzen: Hier sind Interaktionen zwischen Nutzern möglich. Es besteht allerdings der große Nachteil, dass alle Daten auf zentralen Servern von Firmen wie Amazon oder Alphabet, des Mutterkonzerns von Google, landen und dort gespeichert und verwaltet werden.
  • Das Web3 –  Blockchain-Technologie, dezentral organisiert: Das heißt, es gibt keine zentrale Datenspeicherung mehr: Bisher war es in der digitalen Welt immer so, dass für die Kommunikation Mittelsmänner zwischengeschaltet wurden, die die Daten verwaltet haben. Das ist bei der Blockchain-Technologie nicht mehr nötig.

Wie weit ist die Technik in den Metaverses und wie sind Nutzer dort unterwegs?

Aktuell befindet sich die Metaverse-Welt laut den Expertinnen noch in einer Transformationsphase. Deutschen Nutzern, die in einem Metaverse eine Tasse kaufen, wird diese oft auch noch in der realen Welt nach Hause geliefert. So läuft das aktuell vielfach auch bei Non-Fungible-Token, kurz NFTs, die sich Nutzer auch als Bild in ihrer Wohnung aufhängen.

 

In Asien ist es unter Teenagern aber mittlerweile schon völlig normal, dass sie bestimmte Assets nur in der digitalen Welt besitzen und kein Äquivalent in der realen Welt benötigen. China ist beim Thema Metaverse ohnehin viel weiter. Ganze Städte existieren dort laut den Expertinnen auch digital. Der große Vorteil davon ist, dass dafür keine neuen Grundstücke erschlossen oder Häuser abgerissen werden müssen, sondern der digitale Platz unendlich groß ist.

Welche Events gibt es im Metaverse-Kosmos?

US-Rapper Travis Scott hat im April 2020 in dem Spiel „Fortnite“ ein digitales Konzert vor knapp 12 Millionen Nutzern gegeben. Im Februar dieses Jahres fand auch der erste Boxkampf im Metaverse statt. Auf der LegionFarm-Plattform siegte der Russe Khabib Nurmagomedov gegen den Amerikaner Max Holloway. Beide sind ehemalige UFC-Champions, die dort digital gegeneinander antraten.