Isabel Levy, Co-Chefin der Metropole Gestion

Isabel Levy, Co-Chefin der Metropole Gestion

Metropole Gestion will das Vermögen mehr als verdoppeln

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„Wir glauben nicht, dass das Wachstum von einer erhöhten Nachfrage nach Aktien kommen wird. Vielmehr dürften wir vom Manager-Wechsel profitieren“, so Levy. Am Gesamtvermögen soll das deutsche Geschäft in fünf Jahren zwischen 10 und 15 Prozent betragen gegenüber 5 Prozent jetzt. 

Metropole ist Juni 2010 nach Deutschland gekommen und richtet sich vorwiegend an institutionelle Investoren wie Pensionskassen. Neben dem bekannten Value-Fonds Sélection, bietet das Unternehmen einen Wandelanleihen-Fonds an, der laut Levy seit Sommer bei deutschen Investoren gut ankommt. „Der Fonds stößt auf großes Interesse, weil die Volatilität ungefähr ein Drittel niedriger ist als die der Aktienmärkte“, sagte sie. 

450 Millionen Euro an Zuflüssen

Trotz der turbulenten Aktienmärkte konnte Metropole zwischen Januar und Oktober 450 Millionen Euro an Nettozuflüssen verbuchen. „Auch wenn die Märkte schwierig bleiben, erwarten wir für den Rest 2011 keine Abflüsse.  Zwar haben wir im Sommer einige Dachfonds-Kunden verloren, aber dafür sind andere, institutionelle Kunden dazu gekommen“, so Levy. Institutionelle Kunden machen Dreiviertel der Kunden bei Metropole Gestion aus. Weitere 16 Prozent sind Privatbanken und Maklerpools, 9 Prozent Dachfonds.

Levy und Francois Marie Wojcik haben Metropole Gestion 2002 gegründet. Davor waren sie Kollegen bei der ehemaligen Commerzbank-Tochter CCR Actions in Paris. Ein weiterer Ex-CCR Kollege ist Marc Renaud, der 2007 Mandarine Gestion, einen weiteren Vermögensverwalter in Paris, gründete.

Mandarine ist seit 2008 auf dem deutschen Markt aktiv. Das Geschäft leitet Andreas Krebs, der ebenfalls früher für die Vermögensverwaltungssparte der Commerzbank arbeitete.

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