Ölförder-Anlage im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Ölpreis könnte bald eine Korrektur sehen, glauben Rohstoff-Spezialisten aus dem Frankfurter Bankhaus Metzler. Foto: Getty Images

Metzler-Analyse

„Der Ölmarkt ist reif für eine Korrektur“

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„Nach dem starken Einbahnstraßenverkehr der vergangenen knapp sieben Monate, in der Brent-Öl mehr als 57% zulegen konnte, ist der Markt nun eigentlich reif für eine Korrektur“, kommentieren Analysten aus dem Frankfurter Bankhaus Metzler die jüngsten Rekordpreise bei Erdöl. Und das sei gut so: Ein stark steigender Ölpreis sei der Weltwirtschaft und der Entwicklung der Inflation nicht förderlich, so die Analysten.

Preisdämpfend könnte sich nicht nur die wieder abebbenden Berichterstattung zu weltweiten Chaosszenarien auswirken – etwa zu Unruhen im Iran oder dem jüngsten Kälteeinbruch in den USA, glaubt Metzler-Experte David Varga. Auch ein anderer Faktor könnte den Ölpreis beruhigen – die momentane extreme Long-Positionierung von Rohstoff-Spekulanten, so Varga.

Selbst den Opec-Staaten käme ein Preisanstieg des Rohstoffs auf über 60 US-Dollar ungelegen, vermuten die Metzler-Analysten. Denn die Förderstaaten würden sich dann zwar kurzfristig über höhere Einnahmen für ihre Staatskassen freuen. Andererseits könnten sie mittel- bis langfristig Marktanteile an die US-Schieferölproduzenten verlieren. Denn diese stehen offensichtlich bereits in den Startlöchern, um bei attraktiven Preisen die eigenen Fördermengen auszudehnen. Produktionsschätzungen der US-Energiebehörde deuteten auf entsprechende Pläne von US-Ölproduzenten hin, heißt es in der Metzler-Analyse.

Der Ölpreis hat am gestrigen Donnerstag einen neuerlichen Rekord-Stand erreicht: Die Sorte Brent kratzte knapp an der 70-US-Dollar-Marke. Die Sorte WTI kletterte auf rund 65 US-Dollar pro Barrel. Damit lagen die Preise sogar wieder etwas höher als zur letzten Hoch-Zeit des Ölpreises im Mai/Juni 2015.

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