Das Internetunternehmen Google gefällt Greg Aldrige, Fondsmanager vom M&G Global Growth

Das Internetunternehmen Google gefällt Greg Aldrige, Fondsmanager vom M&G Global Growth

M&G Global Growth: Auf der Suche nach Einzigartigkeit

Die einfachen Ideen sind oft die besten, sagt man. Das meint auch Greg Aldrige, Fondsmanager des M&G Global Growth Fund (WKN: 797745). Seine Investmentphilosophie ist einfach, und sie scheint sehr gut zu funktionieren. Er präferiert Unternehmen mit einer dominierenden Marktstellung, sei es aufgrund ihrer Marke, einer besonderen Technologie oder auch ihrer Innovationsfähigkeit, da diese höhere Preise am Markt durchsetzen können – und so für ihre Aktionäre nachhaltig höhere Erträge bieten. Als Aldridge sich vor fünf Jahren die international tätige Pariser Werbeagentur Publicis anschaute, fand er genau, was er suchte.

Google ist Paradebeispiel

„Ihre knappen Güter sind die einzigartige Firmenkultur, ein sehr gutes Management und die Kreativität der Menschen, die dort arbeiten“, erläutert Fondsmanager Aldridge. Ein weiteres Beispiel ist der Internetkonzern Google. Die von Sergey Brin und Larry Page im Jahr 1998 gegründete Suchmaschine Google krempelte damals den Markt um. Zuvor gab es eine Handvoll Suchmaschinen, etwa AOL oder Yahoo, aber Google verdrängte sie. Heute steht das Wort googeln sogar im Duden. Es ist weltweit zu einem Begriff für die Suche im Internet geworden.

Google ist einzigartig und nicht kopierbar: und damit ein Unternehmen, das Aldrige begeistert. Mit Firmen wie Publicis oder Google im Portfolio schaffte er es, auf Sicht von drei Jahren ein Plus von 28,5 Prozent zu erzielen. Doch ist die Suche nach knappen Gütern nur die halbe Wahrheit. „Es bringt natürlich nichts, ein gut positioniertes Unternehmen zu haben, wenn es nicht das Potenzial hat zu wachsen“, so Aldridge.

Etwas, was er bei Google vorfand. Neben der Internetsuche hat der Konzern in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen, um Wachstumspotenziale zu nutzen. Zum Beispiel mit dem Betriebssystem Android, das zum am meisten gekauften Smartphone-Betriebssystem der Welt geworden ist. Oder mit dem Internet-Browser Chrome oder der Übernahme der Video-Internetplattform Youtube.

Aber auch Publicis verfügt über solche potenziellen Waschtumstreiber. In dieser Hinsicht ist zum einen die Expansion in die dynamisch wachsenden Emerging Markets zu interpretieren.

Oder auch die steigende Nachfrage nach digitaler Werbung, wo das Unternehmen ebenfalls sehr gut positioniert ist. Doch damit Aldrige in ein Unternehmen investiert, muss es ein drittes Kriterium erfüllen: Die Bewertung. Aldridge: „Es hilft nichts, wenn Sie zu teuer kaufen.“ Wie zum Beispiel bei Apple: Ohne Zweifel ein Unternehmen, dass die ersten beiden Punkte erfüllt. „Aber es war bis Mitte 2012 einfach viel zu hoch bewertet“, sagt Aldridge. Gerade diese Disziplin ist entscheidend, um letztlich nicht der Verlockung zu erliegen, der Herde zu folgen.

Denn das führt oftmals zu eklatanten Fehlbewertungen am Markt – und damit zu Verlustrisiken für die Fondsanleger. Klingt logisch. Und nach einer einfachen, leicht nachvollziehbaren Idee. Und die sind ja eben nicht unbedingt die schlechtesten.

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