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Mifid-Recorder-Gründer im Interview „Für 34f-ler müssen die Systeme einfacher werden“

Thomas Jasper ist Chef des Münchner Unternehmens Mifid-Recorder. Die Themen Telefonie und Datenpflege beschäftigen ihn bereits sein ganzes Berufsleben.
Thomas Jasper ist Chef des Münchner Unternehmens Mifid-Recorder. Die Themen Telefonie und Datenpflege beschäftigen ihn bereits sein ganzes Berufsleben. | Foto: David-Pierce Brill

DAS INVESTMENT: Mifid-Recorder – mit der Namenswahl sprechen Sie ziemlich direkt Finanzberater an. Hatten Sie in dem Bereich Erfahrung?

Thomas Jasper: Anfangs noch nicht, aber ich hatte langjährige Erfahrung mit Telefonanlagen und virtuellen Call-centern. Durch die Arbeit zum Beispiel mit Krankenhäusern und Ministerien wussten meine Kollegen und ich, wie man mit sensiblen Daten umgeht. Ich betreibe einen Inkubator, der Ideen ent-wickelt. Aus dem, was funktioniert, wird ein Unternehmen gemacht.

Wie kamen Sie auf den Finanzvertrieb?

Jasper: Mitte 2017 hat uns jemand darauf aufmerksam gemacht, dass etwas kommt, das sich Mifid II nennt. Und dass da etwas drinsteckt, das Taping heißt. Wir haben schnell losgelegt und konnten 2018 gleich mit Beginn von Mifid II auch mit dem Mifid-Recorder starten.

Taping hat nicht nur technische, sondern auch rechtliche Aspekte.

Jasper: Wir haben mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer Rechtsanwaltskanzlei zusammengearbeitet. Die haben uns geraten, alle Verträge und Details sofort sehr fundiert rechtskonform zu erarbeiten. Dann hätten wir es langfristig gerade bei großen Häusern leichter. Ein Prüfbericht bestätigt uns, dass wir Mifid-konform arbeiten.

Aktuell erhalten Sie Rückenwind durch die Finanzanlagenvermittlungsverordnung, die am 1. August in Kraft tritt. Ein Glücksfall?

Jasper: Die FinVermV ist später gekommen als geplant, aber perspektivisch wussten wir, dass die 34f-Vermittler auch kommen werden und es damit noch interessanter für uns wird. Denn von den Finanzanlagenvermittlern gibt es viel mehr. Nur die Anforderungen sind hier etwas anders.

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