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Millionenschwere Abwertung trifft Anleger des Immobilienfonds von Morgan Stanley

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Bittere Entwicklung beim P2 Value: Das Immobilienportfolio des Fonds wurde um 231 Millionen Euro nach unten korrigiert. Das entspricht einer Abwertung des Fondspreises um 13,9 Prozent. Ab dem 24. Juli wird der Fonds wieder Anteile an Anleger ausgeben.  Allerdings bleibt die Aussetzung der Rücknahme von Fondsanteilen bestehen; zu groß und nicht zu verkraften wäre die Massenflucht der Investoren. Morgan Stanley will zwischen September und Oktober entscheiden, ob der Fonds vom Liquiditätsstandpunkt her wieder Anteile zurücknehmen wird Der Rückgang der Immobilienwerte ist auf eine Kombination aus stark verringerter Investitionsnachfrage und sich verschlechternden Immobilienfundamentaldaten an den globalen Immobilienmärkten zurückzuführen. Der Morgan Stanley P2 Value wurde im Jahr 2005 aufgelegt und erwarb sein Immobilienportfolio überwiegend in den Jahren 2006 und 2007. Die Auswirkungen der globalen Kreditkrise, die Mitte 2007 einsetzte und sich im Herbst 2008 beschleunigte, da die Kreditaufnahme zunehmend schwieriger und kostspieliger wurde, führten zu einem Einbruch der Investorennachfrage, ließ die Renditen für Immobilien ansteigen und zogen einen deutlichen Rückgang der Transaktionstätigkeit auf den meisten Märkten nach sich. Ferner hat die konjunkturelle Abkühlung zu einer geringeren Nachfrage von Immobiliennutzern geführt und dies wiederum zu negativem Mietwachstum in Bezug sowohl auf tatsächliche als auch auf nachhaltig erzielbare Mieten in bestimmten Märkten.  Diese Trends kommen in den einzelnen Märkten unterschiedlich zur Geltung. Hohen Abwertungsbedarf ermittelten die unabhängigen Gutachter insbesondere in Japan (66,0 Millionen Euro), Deutschland (50,2 Millionen Euro), Spanien (32,8 Millionen Euro), den USA (31,1 Millionen Euro) und Frankreich (16,7 Millionen Euro). In Japan, Deutschland und Spanien ergaben sich für den Morgan Stanley P2 Value deutliche Abwertungen bei den Büroimmobilien infolge von sinkenden Marktmieten und steigenden Liegenschaftszinsen, insbesondere bei größeren Objekten in Großstädten wie Tokio und Frankfurt.  In den USA haben schwierige Bedingungen im Einzelhandel infolge des problematischen konjunkturellen Hintergrunds zu rückläufigen Vermietungsständen und Wertverlusten für das fondseigene Einkaufszentrum in Kansas City geführt.

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