Erfolg mit Zukunftsthemen: MB-Fund-Advisory-Geschäftsführer Thilo Müller, Markus Stillger und Armin Stahl (von links)

Erfolg mit Zukunftsthemen: MB-Fund-Advisory-Geschäftsführer Thilo Müller, Markus Stillger und Armin Stahl (von links)

Mischfonds MB Max Global im Porträt

„Dividende ist der bessere Zins“

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Armin Stahl, Markus Stillger und Thilo Müller verwalten als Geschäftsführer der Investmentboutique MB Fund Advisory in Limburg insgesamt vier Fonds mit einem Volumen von 125 Millionen Euro. Zu dem bei der Hauck & Aufhäuser Investmentgesellschaft aufgelegten Fonds-Quartett gehört auch der HAIG MB Max Global. Mit diesem vermögensverwaltenden Fonds hat das MB-Team den Anspruch, eine ähnliche Wertentwicklung wie mit einem internationalen Aktienfonds zu erzielen – mit einer Volatilität, die nur einer Aktienquote von etwa 50 Prozent entspricht.

„Dieses Ziel haben wir seit 2006 mit Ausnahme der Jahre 2008 und 2011 erreicht“, kommentiert Thilo Müller die bisherige Entwicklung. Eine Besonderheit des Max Global: Sein Schwerpunkt liegt auf Aktien aus den Bereichen Gesundheit, Technologie, Rohstoffe, Sport, Unterhaltung und Immobilien, die das MB-Team als Zukunftsbranchen identifiziert hat. Einen weiteren Anlageschwerpunkt bilden dividendenstarke Substanzwerte. „Mit diesem Anlagemix wollen wir den zyklischen Einfluss der Konjunktur und der Kapitalmärkte abmildern“, erläutert Müller. Auch wenn eine der genannten Branchen vorübergehend einmal schwächelt, hält das MB-Team an seiner grundsätzlichen Ausrichtung fest. Bislang hat sich das ausgezahlt: In den vergangenen fünf Jahren erzielte der MB Max Global im Schnitt ein Plus von 9,88 Prozent per anno. Über drei Jahre lag das Plus sogar bei durchschnittlich 14,25 Prozent. Mit beiden Ergebnissen gehört er zu den 25 besten flexiblen globalen Mischfonds – eine Vergleichsgruppe, die aus immerhin mehr als 300 Wettbewerbern besteht.

Für das Kalenderjahr 2014 fällt das Ergebnis mit einem Wertzuwachs von 18,05 Prozent etwas schwächer aus, es reicht aber immer noch für einen Platz im oberen Drittel der Vergleichsgruppe. „Wir haben im zweiten Halbjahr 2014 unser Engagement im Ölsektor ausgebaut, was uns leicht ausgebremst hat“, erläutert Müller. Auch andere Investments im Rohstoff- und Agrarsektor haben seinen Worten zufolge den Wertzuwachs gedämpft. „Für 2015 und 2016 sehen wir diese Bereiche jedoch als Performancequellen“, betont der MB-Geschäftsführer.

Innerhalb der genannten Zukunftsbranchen setzt das MB-Team je nach Marktlage unterschiedliche Schwerpunkte. „In den vergangenen Wochen haben wir beispielsweise die sehr gut gelaufenen Pharmawerte reduziert“, so Müller. Aktuell machen Aktien rund zwei Drittel des Portfolios aus, im momentanen Zinsumfeld variiert die Quote zwischen 50 und 75 Prozent. Den Rentenanteil hält er mit seinen Mitstreitern mit 10 bis 20 Prozent bewusst sehr niedrig, woran sich bis auf weiteres auch nichts ändern soll: „Wir halten den Rentenmarkt angesichts des Nullzinsniveaus für unattraktiv. Gleichwohl nutzen wir immer wieder Opportunitäten – etwa bei einigen Wandel- und Hybridanleihen, die wir jüngst ins Portfolio genommen haben.“

Nach dem Motto „Dividende ist der bessere Zins“ halten die MB-Geschäftsführer auf der Aktienseite an ihrer Vorliebe für Value-Titel fest, die eine verlässliche Dividende erwarten lassen – darunter Nestlé und Roche. Auch auf Fonds greift das Trio bei der Zusammenstellung des Portfolios zurück. ihr Anteil kann bis zu 10 Prozent betragen. Müller: „Wir nutzen diese Möglichkeit vor allem für Märkte, in denen wir selbst kein Stockpicking betreiben möchten. 2013 und 2014 haben wir beispielsweise erfolgreich über Fonds auf Indien gesetzt.“

Auf regionaler Ebene setzt der MB Max Global derzeit einen Schwerpunkt auf Europa, der Deutschland-Anteil liegt bei knapp 47 Prozent. Diesen Home Bias sieht Müller nicht als Vorgabe, sondern als Ergebnis der Anlageentscheidungen: „Die hohe Quote resultiert unter anderem daraus, dass beispielsweise AAA-Fremdwährungsanleihen der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Deutschland-Quote erhöhen, ebenso hierzulande aufgelegte Zielfonds. Zudem betreiben viele deutsche Unternehmen ein internationales Geschäft und sind oftmals Weltmarktführer in ihrem Bereich.“

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