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Mischfonds Sichere Erträge bei begrenztem Risiko

Carsten Holzki, Vertriebsleiter bei Invesco Asset Management in Deutschland
Carsten Holzki, Vertriebsleiter bei Invesco Asset Management in Deutschland
Festverzinsliche Wertpapiere bieten aufgrund historisch niedriger Zinsen nur geringe Erträge, auf der Aktienseite hindert eine unsichere gesamtwirtschaftliche Lage vorsichtige Anleger daran, in größerem Stil in Dividendentitel zu investieren. Investoren, die ein attraktives Einkommen suchen, müssen sich nach Alternativen umschauen.

Wer verlässliche laufende Erträge bei begrenztem Risiko erzielen möchte, wird bei Mischfonds fündig. Vorausgesetzt, diese sind richtig gemacht, können moderne Multi-Asset-Strategien dem Anleger durch ganz unterschiedliche Marktzyklen hindurch hervorragende Dienste leisten. Schaut man sich deren Besonderheiten an, wird schnell klar: Einstellen kann sich der Erfolg nur, wenn man bereit ist, liebgewordene Vorgehensweisen über Bord zu werfen.

Viele traditionelle Lösungen machen es sich mit der Asset-Allokation zu einfach: 60 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen gilt vielen als der Mischfonds schlechthin. Eine solche Vorgehensweise übersieht allerdings, dass in einem 60/40-Portfolio bis zu 90 Prozent des Risikos auf die Aktien entfallen können, weil diese nun einmal risikobehafteter sind. Die Folge: Das Gesamtrisiko eines solchen Fonds ist eine mehr oder weniger zufällige Folge der Asset-Allokation.

Asset-Allokation muss vom Risikobeitrag abhängen


Nur umgekehrt, nachdem der Investmentprozess vom Kopf auf die Füße gestellt wurde, kann eine Anlage tatsächlich von Erfolg gekrönt sein: Nur wenn die Gewichtung der einzelnen Anlagekassen von deren Risiko abhängt, wenn also die Asset-Allokation das steuerbare Ergebnis der verschiedenen Risikobeiträge ist, macht sich ein Investor unabhängig von der Entwicklung des Marktes und bekommt die Flexibilität, die er braucht.

Schluss sein muss aber auch mit der reinen Fokussierung auf Anlageklassen. Am Beginn des Investmentprozesses sollte nicht die Frage Aktien oder Renten stehen, sondern die Generierung von Anlageideen – und zwar über alle Anlageklassen und Regionen hinweg.

Erst danach entsteht mit Hilfe eines robusten risikobasierten Fondsmanagementansatzes ein diversifiziertes Portfolio. An die Stelle des angestaubten Mischfonds tritt damit ein benchmarkunabhängiger, auf fundierten Überzeugungen basierender Multi-Asset-Investmentansatz.

Verschiedene Konzepte. Ein Ziel

Ein attraktives, stabiles Einkommen zu erwirtschaften, ist der Wunsch vieler Anleger. Um ihren teils recht unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen gerecht werden zu können, können mehrere Fonds oder ganze Fondsfamilien dienen, die auf den modernen Mischfondskonzepten basieren.

Anleger sollten wählen können, ob sie globale Chancen nutzen, von der soliden Entwicklung des europäischen Marktes profitieren oder in die Wachstumsregion Asien investieren wollen.

Ziel der verschiedenen Multi-Asset-Lösungen sollte es sein, das Potenzial der Märkte zu erschließen. Mit einem dynamischen Investmentansatz können sie Anlegern eine Menge Vorteile bieten.

Zum einen streuen sie das Risiko über unterschiedliche Anlageklassen und diversifizieren es. Zum anderen entscheidet ein Fondsmanagement, welche Anlageklassen am aussichtsreichsten sind und wie viel der Vermögenswerte in die jeweiligen Anlageklassen investiert wird. Damit profitiert der Anleger von einer professionellen Asset-Allokation.

Investmentexperten steuern nach Chance-Risiko-Gesichtspunkten, wann gekauft oder verkauft wird – und bieten damit ein wirkungsvolles Market-Timing. Für vorsichtigere Investoren, die Kapitalschutz in ungünstigen Marktsituationen suchen, sind Balanced-Risk-Allocation-Strategien am besten geeignet.

Ein globaler Ansatz gewichtet die drei Anlageklassen Aktien, Anleihen und Rohstoffe so, dass ihr Beitrag zum Gesamtrisiko etwa gleich hoch ist. Gemeinsam ist allen Multi-Asset-Lösungen eine aktive Aufteilung des Vermögens. Diese stellt sicher, dass die Anleger keine interessanten Anlagechancen verpassen, wie das bei einer statischen Kombination von Vermögenswerten leicht passieren kann.
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