US-Fahne: Der Vector Flexible besteht zu über 50 Prozent aus amerikanischen Wertpapieren. | © Imago Images / Design Pics Foto: Imago Images / Design Pics

Mischfonds Vector Flexible

Unter fremder Fahne

Microsoft, Visa, Best Buy, von diesen US-Unternehmen kauft Werner Smets derzeit gerne Aktien. Der Manager des Mischfonds Vector Flexible (ISIN: LU0558384458) gewichtet die Wertpapiere mit je knapp 2 Prozent. Grund ist ihr gutes Abschneiden in seiner mehrstufigen Wertpapieranalyse, zu der qualitative und quantitative Methoden sowie Instrumente der Verhaltensökonomie gehören.

Werner Smets sichert seinen Fonds mit Short-Positionen auf den MSCI ACWI
Foto: Vector Asset Management

Dabei handelt es sich um ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft, das sich mit menschlichem Verhalten in bestimmten ökonomischen Situationen befasst. „Aktienkurse ergeben sich aber letztlich aus risikobereinigten Ertragspotenzialen von Unternehmen“, sagt Smets, dem Qualität zu angemessenen Preisen wichtig ist.

Sein Orientierungspunkt bei der Aktienauswahl ist der im Jahr 2001 aufgelegte Vector Navigator (LU0172125329), ein internationaler Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt in den USA. Das Portfolio des Vector Flexible entspricht generell dem des Vector Navigator, zuzüglich einiger Short-Positionen auf den MSCI All Country World Index.

Kurz- bis mittelfristig könnten Stimmungsschwankungen an Aktienmärkten zu Kursrücksetzern führen, und Anleger von Multi-Asset-Fonds erwarteten einen Tick mehr Sicherheit als Anleger von Aktienfonds, meint Smets. Gegenwärtig sichert er 55 Prozent seiner Aktien ab, 100 Prozent sind möglich, 25 Prozent Minimum. Anleihen suchen Investoren im Vector Flexible vergeblich. „Wir glauben nicht, dass die Anlageklasse langfristig eine gute Option an den Märkten ist“, sagt Smets.

Derzeit bereitet Corona dem Fondsmanager Sorgen. „Die internationale Verbreitung des Virus macht sich auf die eine oder andere Art schon in unseren Modellen bemerkbar“, sagt der Fondsexperte. Deshalb kaufe er bevorzugt Wertpapiere kleiner Unternehmen, die zwar in den vergangenen zwölf Monaten enttäuschten, in unmittelbarer Vergangenheit aber gute Ergebnisse lieferten. Wenn sich das Marktumfeld ändert, ist Smets generell schnell handlungsfähig. „Wir können jede Position schnell verkaufen“, sagt er.

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