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GPS-Lenksysteme in autonom fahrenden Mähdreschern bringen die Digitalisierung in der Landwirtschaft voran Foto: imago images / photothek

Breit diversifiziert anlegen

Mit ETFs auf Digitalisierung und Medizinfortschritte setzen

Die Technologiebranche bekommt weiteren Auftrieb, denn die Corona-Pandemie dürfte Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend und langfristig prägen. Vor diesem Hintergrund kann es sich lohnen, die Augen offenzuhalten, um langfristige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Risiken bestehen, aber gerade jetzt bieten sich auch enorme Chancen. Um diese bei der Geldanlage möglichst effizient zu nutzen, haben sich ETFs in der Corona-Krise erneut bewährt.

Eine der Veränderungen durch Covid-19: Menschen arbeiten verstärkt von zuhause, soweit möglich. Dazu investieren Unternehmen in Cloud-Infrastruktur sowie Soft- und Hardware – die Digitalisierung beschleunigt sich. Auch im Privatleben ist sie krisenbedingt in hohem Maße auf dem Vormarsch.

Digitalisierung, Homeoffice, Cybersicherheit

Anleger hatten an Technologieaktien bereits vor Corona ihre Freude. Tech-Werte könnten auch in Zukunft zu den Gewinnern zählen. Denn die Krise hat dynamische Trends in Gang gesetzt beziehungsweise beschleunigt, darunter Homeoffice, Online-Bildung und -ausbildung, -Gaming und -Streaming. Anleger können davon profitieren, indem sie frühzeitig auf die Gewinner der Digitalisierung setzen. Besonders effizient gelingt das über entsprechend ausgerichtete ETFs. Diese bieten mit nur einer Transaktion kostengünstigen Zugang zu einem breiten Portfolio innovativer Unternehmen. Die Auswahlkriterien, etwa im Hinblick auf die Unternehmensumsätze, sind regelbasiert und transparent. Die entsprechende iShares ETF-Strategie zum Beispiel umfasst rund 150 gleichgewichtete Unternehmen aus aller Welt, die zur sich rasch entwickelnden Digitalisierung beitragen. Dazu gehören Softwareentwickler, Anbieter von Cloud-Lösungen, Online-Handelsplattformen, Unterhaltungs- und Logistikanbieter.

Eine weitere iShares ETF-Strategie legt den Schwerpunkt auf Cybersicherheit – also auf Unternehmen, die für die Sicherheit von Daten im Netz sorgen. Das Portfolio mit rund 140 Unternehmen beinhaltet zum Beispiel Soft- und Hardwareanbieter, spezialisierte Beratungsfirmen und Security-Dienstleister, ebenfalls gleichgewichtet.

Gesundheitsbranche profitiert von verschiedenen Faktoren

Neben der Digitalisierung treibt das Corona-Virus auch den medizinischen Fortschritt an. Der Bedarf an Produkten und Dienstleistungen rund um die Gesundheit stieg bereits vor der Pandemie weltweit – weil die Weltbevölkerung wächst, die Menschen immer älter werden und der Wohlstand in Schwellenländern steigt. Corona verleiht dem medizinischen Fortschritt zusätzlichen Schwung. Die Beschleunigung des medizinischen Fortschritts dürfte Firmen begünstigen, die sich mit altersbedingten Krankheiten beschäftigen. Innovative Unternehmen, die Technologien und neue Lösungen für eine bessere Pflege zu geringeren Kosten anbieten, werden wohl ebenfalls zu den Gewinnern zählen. Die entsprechenden thematischen ETFs können Zugang zu diesem Trend verschaffen. Die iShares Healthcare-Strategie zum Beispiel bietet Zugang zu etwa 120 gleichgewichteten Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung bestimmter Bereiche des Gesundheitswesens wie Behandlungen mit Medikamenten, Patientenbetreuung oder Diagnoseinstrumente.

Warum sich Themen-ETFs für die langfristige Kapitalanlage anbieten

Mit ETFs können Anleger auf stabile gesellschaftliche Trends setzen und damit die Weichen für einen langfristigen Anlageerfolg stellen. Außerdem haben sich ETFs auch in stürmischen Zeiten an der Börse bewährt. So lagen die beiden iShares ETF-Strategien auf die Trends Digitalisierung (Digitization) und medizinischer Fortschritt (Healthcare Innovation) im Zuge der Corona-Krise bereits Ende Mai gegenüber Anfang März 2020 wieder deutlich mehr als 10 Prozent im Plus. Dagegen notierte eine globale Aktienstrategie Ende Mai noch knapp unter dem Stand von Anfang März. Zudem haben ETFs sich auch im Verlauf der Pandemie erneut als Anlageinstrument bewährt. Sie haben geleistet, was sie versprechen: Transparenz, Liquidität, Flexibilität und günstige Kosten – unabhängig vom Marktumfeld. Dies ist gerade auch bei langfristigen Investitionen entscheidend. Und dafür sind Digitalisierung sowie medizinischer Fortschritt als langfristige Trends geradezu prädestiniert.

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