Aktienspezialist Henning Gebhardt hat die Berenberg Bank verlassen Foto: Robert Schlossnickel

Mit Grafiken und Tabelle

Die Gebhardt-Bilanz im Überblick

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Erst heute kam die Meldung, dass der Chef der hauseigenen Vermögensverwaltung, Henning Gebhardt, die Berenberg Bank verlässt. Dabei heuerte er erst vor nicht einmal drei Jahren bei der Bank von der Hamburger Binnenalster an. Ein halbes Jahr später bekam er mit dem Berenberg Aktien-Strategie Deutschland (ISIN: LU0146485932) einen als Flaggschifffonds geplanten Aktienfonds, der seinem Erfolgsfonds bei der DWS (siehe Tabelle) nachempfunden war. Außerdem war er für einen Nebenwertefonds namens Berenberg-1590-Aktien Mittelstand (DE000A14XN59) und den Berenberg-1590-Aktien Strategie Global (DE000A0MWKG3) zuständig, einen aktienlastigen Mischfonds „mit einem vermögensverwaltenden Charakter“, wie es auf der Berenberg-Seite heißt.

Wir haben einmal die Datenmaschine angeworfen und nachgesehen, wie sich die Fonds im Vergleich zur Konkurrenz auf Sicht eines Jahres und seit Gebhardts Übernahme geschlagen haben. Und siehe da: Über ein Jahr ist sicherlich eine enorme Schwäche zu erkennen. Über seine gesamte Amtszeit hinweg hingegen stehen alle drei durchaus gut da. Hier sind die Daten in Chartform.

Zu bemängeln gibt es indes einiges an der Fondsgröße. Denn dass es der Aktien Strategie Deutschland noch immer auf lediglich 104 Millionen Euro bringt, kann die Berenberg-Banker nicht zufriedenstellen. Im laufenden Jahr flossen aus dem Strategie Deutschland netto 24 Millionen Euro ab, aus dem Aktien Mittelstand sogar 43 Millionen Euro. Gemessen am Volumen sind das schon bemerkenswerte Beträge.

Zu recht? Wahrscheinlich nicht. Kurzfristige Bewegungen sollten bei Aktienanlagen grundsätzlich nicht den Ausschlag geben. Und dass Gebhardt sein Handwerk innerhalb von ein paar Jahren verlernt hat, ist nicht anzunehmen.

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