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Aktualisiert am 25.01.2021 - 11:17 UhrLesedauer: 3 Minuten
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Investmentchancen Infrastruktur Mit grüner Klimapolitik Geld verdienen

Wasserkraftwerk Souapiti im westafrikanischen Guinea:
Wasserkraftwerk Souapiti im westafrikanischen Guinea: Die Treibhausgas-Emissionen des Stromsektors haben sich in den vergangenen zehn Jahren in vielen Ländern halbiert. | Foto: imago images / Le Pictorium

Welchen Einfluss haben Umweltfaktoren auf Investitionsentscheidungen? Bereits 2019 befragte UBS Asset Management weltweit mehr als 600 institutionelle Investoren, die zusammen mehr als 19 Milliarden Euro an verwalteten Vermögen repräsentieren: Die Mehrheit der Befragten unterstrich, dass nachhaltige Kriterien in den kommenden fünf Jahren für ihre Investitionen wichtiger sein werden als traditionelle Aspekte.

Private Märkte spielen eine wichtige Rolle bei nachhaltigen Investitionen – insbesondere der Infrastrukturmarkt. Während der private Infrastruktursektor anfangs nur sporadisch ESG-Kriterien berücksichtigte, vollzog sich in den vergangenen fünf Jahren ein rascher Wandel. Investoren fanden innovative Wege, um die ESG-Performance für die Anlageklasse zu messen – die sich über verschiedene Sektoren erstreckt. Die bevorstehende EU-Regulierung und die Offenlegungsverpflichtung werden diesen Umschwung beschleunigen. 

Stabile Wertentwicklung

Infrastrukturinvestitionen umfassen ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten in den Bereichen Energie- und Versorgungsunternehmen, digitale und soziale Infrastruktur sowie Transport. Saubere Energie wird zum Aushängeschild für nachhaltig orientierte Anleger. Doch andere Teilsektoren können ebenfalls positive ESG-Vorteile erzielen: Beispielweise die Anbindung ländlicher Gebiete mit Glasfaserkabeln oder die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten, Schulen und Wohnraum.

Erneuerbare Energie macht den Großteil des Infrastruktursektors aus – knapp 50 Prozent des Transaktionsvolumens im Zeitraum 2012 bis 2019. Der Zuspruch für saubere Energie ist groß: Mehr als 20 Ländern haben sich einer Netto-Null-Wirtschaft verschrieben. Das Vorhaben wird die Investitionsmöglichkeiten steigern.

In den vergangen zehn Jahren konnten wir die zunehmende Dekarbonisierung der Elektrizität beobachten, vor allem dank des Ausbaus erneuerbarer Energien und des Ausstiegs aus der Kohlekraft. Die nächste Investitionswelle steht bereits vor der Tür: Wasserstoff. Grüner Wasserstoff ermöglicht es, die CO2-Emissionen vor allem in Industrie und Verkehr dort zu verringern, wo Energieeffizienz und die direkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien nicht ausreichen.

Bislang sind die CO2-Emissionen des Sektors noch zu hoch. Die Treibhausgase des Stromsektors haben sich in den vergangenen zehn Jahren in vielen Ländern halbiert, im Transportsektor hingegen stagnieren die Bemühungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Investitionen in den Transportbereich keinen positiven Effekt haben können. Denn: Die Netto-Null-Wirtschaft und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens können nur dann erreicht werden, wenn der Transportsektor ebenfalls dekarbonisiert wird. Und hier gibt es gute Nachrichten: Der Run auf Elektrofahrzeuge nimmt zu, was eine neue Ladeinfrastruktur sowie den Ausbau des Stromnetzes erfordert – was wiederum Investitionen in die Branche begünstigt.

Günstige Gelegenheiten im Bereich Infrastruktur

Energie, Transport und Industrie können nicht von heute auf morgen kohlenstoffarmes oder sogar -freies Wirtschaften umstellen. Der Schlüsselbegriff hierbei lautet: Übergang. In vielen Branchen werden Zwischenschritte zur Verringerung der CO2-Emissionen nötig, bevor nachhaltigere Energiequellen auf breiter Basis verfügbar sind. Im Energiesektor wird Wasserstoff von zentraler Bedeutung sein, um Kohlekraft zu ersetzen und das Wachstum erneuerbarer Energien zu unterstützen. In der Schifffahrt werden Dieselschiffe kurz- bis mittelfristig durch Schiffe mit Flüssiggasantrieb ersetzt – was den CO2-Ausstoß um etwa 25 Prozent verringern dürfte.

UBS Asset Management ist mit 41 Milliarden US-Dollar im nachhaltigen Anlagevermögen weltweit führend: ESG ist schon länger ein zentraler Baustein des Investmentansatzes. Für den neuen Infrastrukturfonds haben wir einen weiteren Schritt unternommen und die Beratungsgesellschaft Environmental Resources Management (ERM) beauftragt, den CO2-Fußabdruck zu berechnen und messbare ESG-Schlüsselkriterien festzulegen.

Die ESG-Dynamik an den Aktien- und Anleihemärkten ist ermutigend. Wir erwarten, dass sich dieser Trend an den privaten Märkten ebenfalls etablieren wird. Verbesserungen bei Offenlegung und Transparenz werden es nachhaltig orientierten Anlegern erleichtern, Zugang zur Anlageklasse zu erhalten.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.