MLP-Zentrale in Wiesloch

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MLP bestätigt Umsatzrückgang

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Das MLP-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde von mehreren außergewöhnlichen Effekten belastet und ging von 113,9 auf 56,6 Millionen Euro  zurück. Der größte Posten entfällt dabei mit 6 Millionen Euro auf die Umstellungen im Rahmen des neuen Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Als weitere Gründe listet MLP eine Abschreibung auf ein vermietetes Bürogebäude in Höhe von 2,5 Millionen Euro sowie eine Steuerrückstellung von 3,8 Millionen Euro auf. Im Vergleich zum Vorjahr entfiel zudem ein Veräußerungsgewinn von 4 Millionen Euro für den Verkauf des Fondsdatenbankgeschäfts des Tochterunternehmens Feri. Der Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen sank entsprechend von 77,5 auf 31,1 Millionen Euro. Geplant ist eine Dividende von 28 Cent je Aktie. Damit steigt die Ausschüttungsquote auf knapp 100 Prozent des Überschusses der fortzuführenden Geschäftsbereiche. Aufgrund der Finanzkrise und der weltweiten Rezession bleiben die Rahmenbedingungen weiterhin sehr herausfordernd. „Ziel ist es, dass wir uns besser entwickeln als der Markt“, sagt Andreas Dittmar, Direktor Finanzen. MLP will konsequent die Kosten senken, unter anderem durch Einsparungen bei administrativen Aufwendungen. Dadurch soll die Kostenbasis im Geschäftsjahr 2009 um 12 Millionen Euro sinken; für das Geschäftsjahr 2010 sind zusätzliche Einsparungen von 10 Millionen Euro geplant. Die Zahl der Berater sank um 5 Prozent von 2.549 auf 2.428. MLP-Berater sind im Vermittlerregister als Makler nach Paragraf 34c Gewerbeordnung registriert. Branchenkonkurrent AWD hatte vor wenigen Tagen (DAS INVESTMENT.com berichtete) einen doppelt so großen prozentualen Rückgang bei den Umsatzerlösen und einen Verzicht auf die Dividende bekanntgegeben.

Link zum MLP-Geschäftsbericht

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