Moderne Portfoliotheorie Bayes kommt Markowitz zu Hilfe
Wenn der Portfoliomanager dem beschriebenen Konzentrationsproblem gegenüber steht, kann er es mit einer künstlichen Erhöhung der Diversifikation lösen. In diesem Fall werden zusätzliche Bedingungen oder Faktoren in den Auswahlprozess integriert, wie zum Beispiel:
- Eine Obergrenze pro Aktie, Sektor oder Land;
- Eine willkürliche Regel, die das Gewicht großer Positionen zugunsten kleinerer verringert.
- Alle Korrelationen sind gleich null und alle Renditen sind gleich; dies führt zum Risk-Parity-Ansatz;
- Renditen sind proportional zu ihren Volatilitäten; dies führt zum Maximum-Diversification-Ansatz.
Nein, zumindest nicht im Aktienbereich. In dieser Studie schlagen wir daher einen dritten Lösungsweg vor, der auf dem Bayes-Theorem basiert. Von Reverend Thomas Bayes (lebte 1701 bis 1761) sind nur zwei Publikationen bekannt. Seine Arbeit über bedingte Wahrscheinlichkeitsrechnung wurde nach seinem Tod von einem seiner Freunde publiziert und später vom Mathematiker Pierre-Simon Laplace bestätigt.
In seiner einfachsten Form besagt das Bayes-Theorem:
P(A|B)=P(A) *P(B|A)/P(B)
Hierbei gilt für die beiden Ereignisse A und B:
- P(A) ist die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses A
- P(A|B) ist die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses A unter der Bedingung, dass B eingetreten ist
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