Moneten und mehr Leistung: Ansprüche von Versicherten steigen

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Diese Bereitschaft ist in den letzten fünf Jahren von 30 Prozent auf aktuell 48 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle „Kundenmonitor Assekuranz“ von You Gov Psychonomics. Rund 2.200 Deutsche ab 14 Jahren hat der Marktforscher zum Thema befragt.

Die Sparfreude drückt sich unterschiedlich aus: Rund drei Viertel aller Kunden sehen regelmäßige Beitragserhöhungen als Grund für einen Versicherungswechsel an. Genauso viele würden eine bereits erfolgte Kündigung wieder zurückziehen, wenn ihre Versicherung ihnen einen günstigeren Tarif anbieten würde. Immer besser verkaufen sich auch kostengünstige, spartenübergreifende Paketlösungen. Auch Rabatte, die es vor allem beim Abschluss von mehreren Versicherungen beim gleichen Anbieter gibt, ist für viele Kunden heute selbstverständlich.

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Aber: „Letztlich suchen die meisten Kunden nicht nach ‚billigen’, sondern nach möglichst hochwertigen Versicherungsleistungen zu einem attraktiven Preis“, sagt Christoph Müller, Studienleiter bei You Gov Psychonomics. „Mit dieser Grundtendenz ist allerdings auch eine bisweilen paradoxe Spirale der Anspruchsinflation verbunden: Gute Produkte werden zu immer niedrigeren Preisen erwartet oder eben immer mehr Leistungen und Services zum gleichen Preis.“

Als besonders preissensibel und wechselaffin zeigen sich vor allem jüngere und einkommensschwächere Kunden, rationale und misstrauische Versicherte. Gerade Autoversicherungen gelten inzwischen als regelrechte „Wechselsparte“ und als Spielfeld für „Schnäppchenjäger“. Bei Krankenzusatzversicherungen zählt dagegen die Leistung mehr als der Preis.

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