Lesedauer: 2 Minuten

Morgan Stanley: Zertifikate für Honorarberater

Morgan Stanley: Zertifikate für Honorarberater
Der amerikanische Zertifikate-Emittent Morgan Stanley bietet aktuell drei Garantie-Zertifikate zur Zeichnung an, die speziell für Honorarberater konzipiert sind. Bei diesen Produkten fallen weder Ausgabeaufschläge noch sonstige Vertriebsprovisionen an. „Wir verdienen einzig und allein an der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, die während der Laufzeit bei maximal einem Prozent liegen wird“, so Roland Lang, Leiter der Abteilung Retail Structured Products bei Morgan Stanley. Die Idee für die Auflegung der kostenschlanken Papiere entstand aus Gesprächen zwischen Morgan Stanley und dem Verbund deutscher Honorarberater.

Bei Honorarberatern erfolgt die Entlohnung analog zu der von Rechtsanwälten oder Steuerberatern. Hier bezahlen Kunden ausschließlich für die Finanzberatung an sich beziehungsweise den damit verbunden Zeitaufwand. Im Gegenzug sparen sie die üblicherweise beim Vertrieb anfallenden Ausgabeaufschläge, Rückvergütungen oder provisionsabhängigen Verwaltungskosten. In anderen Ländern wesentlich stärker verbreitet, ist dieses Beratungsmodell in Deutschland bisher selten anzutreffen.

Dennoch kommen auch hierzulande immer neue Anbieter wie zum Beispiel die in Berlin ansässige Quirin Bank auf dem Markt, die ihre Dienstleitungen allein aus Beratungsgebühren finanzieren. Diese Institute vermitteln bisher überwiegend kostenschlanke Produkte wie börsengehandelte Indexfonds, die von vorne herein ohne Agios und mit niedrigen laufenden Gebühren auskommen. Strukturierte Produkte und kostenintensive Fonds wurden bis jetzt eher gemieden. Das jüngste Produktangebot von Morgan Stanley könnte Honorarberater jedoch motivieren, ihren Kunden zukünftig auch verstärkt Zertifikate zu empfehlen.

Zu Beginn stehen drei Papiere mit 100-prozentiger Kapitalgarantie und einer fünfjährigen Laufzeit auf den Dax (WKN: MS5DHX), den Euro Stoxx 50 (WKN: MS5DHZ) und den S&P 500 (WKN: MS5DH0) zur Auswahl. Mit dem Dax-Zertifikat partizipieren Anleger mit einer Rate von 49 Prozent (indikativ) an Kursteigerungen während der Laufzeit. Da sich es sich beim Euro Stoxx 50 und beim S&P 500 um Kursindizes handelt bei denen die Dividenden nicht berücksichtigt werden beträgt die Partizipationsrate hier voraussichtlich 86,5 beziehungsweise 63,5 Prozent. Das Papier auf den amerikanischen Index ist gegen Wechselkursrisiken abgesichert. Die Zertifikate können noch bis zum 30. Juli zu einem Ausgabepreis von 1.000 Euro - auch im Namen von Nicht-Honorarberatern - gezeichnet werden. Fälligkeitstag ist der 3. Juli 2013.