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Morningstar-Analyse In diesen Anlagekategorien hat aktives Management die Nase vorn

ETFs können aktiv gemanagte Fonds in vielen Segmenten im Anlageergebnis übertrumpfen. Aber lange nicht in allen. Eine aktuelle Auswertung aus dem Hause Morningstar zeigt, wo es günstig ist, auf ETFs zu setzen, und wo ETFs ihren aktiv gemanagten Pendants meist hinterherhinken.

40 Prozent Anteil am US-Fondsmarkt, immerhin 18 Prozent in Europa: Indexfonds gewinnen international an Boden, erinnert Morningstar-Analyst Ali Masarwah. Vom Anlageergebnis her liegen die kostengünstigeren Indexfolger häufig, aber nicht immer vor ihren aktiv gemanagten Pendants. Masarwah verweist auf die von Morningstar gebildeten Vergleichsgruppen: „In den großen Kategorien, wie etwa Aktien USA und Aktien Welt, Aktien Europa und Aktien Eurozone, aber auch in wichtigen Bond-Kategorien, wie etwa EUR Renten diversifiziert, weisen ETFs ein überlegenes Rendite-Risiko-Profil auf.“

Dagegen gibt es Kategorien, in denen - umgekehrt - aktiv gemanagte Fonds das Rennen machen und dabei ETFs sogar weit hinter sich lassen.

Den Erfolg von Fonds in quantitativer Hinsicht bewertet Morningstar mit Sternen. Alle Fonds einer Morningstar-Kategorie werden dazu miteinander in Beziehung gesetzt: Die 10 Prozent mit der besten risikoadjustierten Rendite bekommen fünf Sterne, die folgenden 22,5 Prozent erhalten vier, die mittleren 35 Prozent drei, die nachfolgenden 22,5 Prozent zwei und die schlechtesten 10 Prozent der Fonds bekommen einen Stern. 

Während es jedoch in einigen Morningstar-Kategorien, wie bei den erwähnten US-Large-Cap-Aktien, für ETFs Sterne nur so hagelt, sind diese in anderen Kategorien rar gesät. ETFs aus der Kategorie „Aktien Indien“ haben im Mittel nur 2,2 Morningstar-Sterne. In der Kategorie „Aktien Vietnam“ gibt es ETF-seitig sogar nur einen einzigen Stern - es gibt hier allerdings auch nur genau einen ETF, nämlich den Xtrackers FTSE Vietnam Swap ETF.

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ETFs in marktgängigen Kategorien mit schwachen Sterne-Ratings

Morningstar

Wieso die Indexfolger vor allem in vielen Schwellenmärkten so schlecht abschneiden? Morningstar-Analyst Masarwah glaubt: Aktive Fondsmanager verfügten möglicherweise über das Quäntchen mehr an Informationen, das sie im Gegensatz zu den stumpfen ETFs günstigere Anlageentscheidungen treffen lässt. Aktive Fonds schnitten daher – sogar nach Kosten – oft besser ab.   

Umgekehrt sollte aktiven Fondsmanagern aber eines zu denken geben, findet Masarwah: Gerade in den beliebtesten Anlagekategorien eilen ETFs den aktiv gemanagten Fonds klar voraus. Aktive Manager sollten daher ihre Kosten besser noch weiter senken.

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