Am US-Technologiemarkt läuft es weiter hervorragend. Der Nasdaq 100 hat in diesem Jahr rund 20 Prozent zugelegt, große Tech-Unternehmen wie Nvidia stehen sogar mit etwa 30 Prozent im Plus. Einer Auswertung der Ratingagentur Morningstar zufolge gibt es für Anleger trotz der starken Performance noch attraktive Einstiegsgelegenheiten: Die Tech-Aktien, die von den Analysten beobachtet werden, sind als Gruppe derzeit 7,3 Prozent unterbewertet.
„Bemerkenswert ist, dass trotz der Rally im Technologiesektor weiterhin zahlreiche Qualitätsaktien mit deutlichen Abschlägen zu haben sind“, heißt es in der aktuellen Analyse. Die Rabatte reichen von 32 bis zu beeindruckenden 54 Prozent unter dem fairen Wert.
Strenge Auswahlkriterien sorgen für Qualität
Für die Auswahl der zwölf besten Tech-Aktien hat Morningstar drei zentrale Kriterien angelegt: Erstens müssen die Titel deutlich unterbewertet sein, gemessen am Kurs-Fair-Value-Verhältnis. Zweitens kommen nur Unternehmen mit einem „Narrow“ oder „Wide Economic Moat Rating“ infrage – sie verfügen also über einen Burggraben, der Konkurrenten mindestens 10 oder sogar 20 Jahre lang fernhalten kann. Drittens wird die Unsicherheit der Bewertung berücksichtigt, wobei Aktien mit einem sogenannten Uncertainty-Rating von Low, Medium, High oder Very High zugelassen sind.
Die Top 3 der unterbewerteten Tech-Titel:
- Endava (54 Prozent Rabatt)
- Fiserv (47 Prozent Rabatt)
- Nice (44 Prozent Rabatt)
Endava, ein auf Finanzdienstleistungen spezialisiertes IT-Services-Unternehmen aus Großbritannien, führt die Liste an. Die Aktie notiert bei nur 46 Prozent des fairen Werts. Auch bei Zahlungsdienstleister Fiserv sehen die Analysten trotz jüngster Schwierigkeiten erhebliches Potenzial: „Der neue CEO hat angekündigt, das Unternehmen neu auszurichten und stärker zu investieren“, so Morningstar-Analyst Brett Horn.
Insgesamt stuft Morningstar aktuell zwölf Technologieaktien als kaufenswert ein. Welche das sind und wie die Experten den fairen Wert einschätzen, zeigen wir auf den folgenden Seiten – sortiert nach der Höhe der Unterbewertung.
Stand der Daten: 3. Dezember 2025

