Morningstar-Fondsstudie: 9.500 Euro Unterschied bei laufenden Kosten

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Eine Studie von Morningstar Dänemark zeigt jetzt, dass der Sitz eines Fonds die laufenden Kosten für Investoren beeinflusst. Demnach sind die laufenden Kosten bei in Skandinavien aufgelegten Fonds generell niedriger als im restlichen Europa. Bei einem in Luxemburg oder Belgien ansässigen Fonds sind sie hingegen hoch. In Deutschland sind die Gebühren durchschnittlich.

„Bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro und einem monatlichen Sparbetrag von 500 Euro über zehn Jahre können allein die laufenden Kosten zwischen dem günstigsten Land – Norwegen – und dem teuersten Land – Belgien – für den Investor einen Unterschied von gut 9.500 Euro ausmachen“, rechnet Nikolaj Holdt Mikkelsenn, Chefanalyst bei Morningstar Dänemark und Autor der Studie, vor.

Die Kostenunterschiede machen sich aber nicht nur für Privatanleger bemerkbar, auch Investoren mit größeren Anteilsklassen oder größere Vermögensverwalter sind hiervon betroffen. Je nach Fondsdomizil unterscheiden sich die durch große Fonds erzielten Skaleneffekte. Die werden aber nicht immer an die Investoren weitergegeben. In Deutschland profitieren die Anleger von diesen.

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