Morningstar Warum zwei beliebte DWS-Fonds im Rating absacken

Übernehmen nach Tim Albrechts Weggang zu Berenberg die Hauptverantwortung in zwei DWS-Flaggschifonds: Christoph Ohme (li.) und Hansjörg Pack. | © DWS

Übernehmen nach Tim Albrechts Weggang zu Berenberg die Hauptverantwortung in zwei DWS-Flaggschifonds: Christoph Ohme (li.) und Hansjörg Pack. Foto: DWS

Der Wechsel des langjährigen DWS-Fondsmanager Tim Albrecht zur Berenberg Bank war kaum bekanntgemacht worden, da reagierte schon das Analysehaus Morningstar: Die Analysten setzten das qualitative Analysten-Rating für die beiden von Albrecht verantworteten Fonds DWS Deutschland und DWS Aktien Strategie Deutschland vorläufig aus.

Dieser Schritt ist im Hause Morningstar kein ungewöhnlicher: Wenn sich in einem Fonds etwas ändert, was die Strategie beeinflussen könnte, wollen sich die Analysten zunächst ein Bild davon machen, wie es weitergehen könnte. Sie entziehen dem Fonds dann vorübergehend die qualitative Bewertung und setzen ihn unter Beobachtung. Dieses Schicksal traf Anfang September auch die beiden DWS-Fonds.

Die Asset-Management-Tochter der Deutschen Bank benannte umgehend zwei Nachfolger für Tim Albrecht: Die bislang stellvertretenden Fondsmanager Christoph Ohme und Hansjörg Pack sollen die Aufgabe jetzt hauptverantwortlich übernehmen, Ohme für den DWS Deutschland und Pack für den DWS Aktien Strategie Deutschland. Auf die Meldung hin ließ Morningstar-Analystin Barbara Claus Skepsis durchblicken, dass die beiden neuen Fondsmanager die Lücke schließen können, die nach Albrechts Abgang entsteht. Immerhin hatten die beiden DWS-Fonds vor nicht allzu langer Zeit schon einmal einen Fondsmanager-Wechsel durchlebt: Anfang 2017 war Tim Albrecht in die Fußstapfen von Henning Gebhardt getreten, der ebenfalls zur Berenberg Bank wechselte. Nach nicht einmal zwei Jahren steht nun der nächste Umbruch an.