Münchner Sicherheitskonferenz

George Soros soll eine Milliarde für die Ukraine zahlen

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„Sie haben der Ukraine versprochen zu helfen“, sagt Starinvestor George Soros laut Focus online auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Aber sie haben es nicht getan.“ Gemeint sind die europäischen Staatschefs.

Nun könne der russische Präsident Wladimir Putin noch aggressiver werden, denn er kämpfe um seine Existenz, so Soros weiter. „Früher war Putin umgänglich, erst als er zuhause unbeliebt wurde, wurde er nach innen repressiv und nach außen aggressiv.“

Laut Soros würden Sanktionen allein den Konflikt nicht lösen, es müsse vielmehr auch positive Hilfe geben. Bereits vor wenigen Wochen forderte der Starinvestor ein Finanzpaket von 50 Milliarden US-Dollar (42,4 Milliarden Euro) oder mehr. „Die Ukraine würde radikale Reformen starten und zu einem Land der Hoffnung werden, das die Aufmerksamkeit privater Investoren auf sich zieht, anstatt am Rande des Bankrotts zu schweben“, schrieb Soros damals in einem Beitrag der New York Review of Books.

Aufgrund der Sanktionen könne Putin die Probleme Russlands momentan auf die westlichen Mächte schieben. Würde sich die Europäische Union hingegen auf die Ukraine-Hilfe konzentrieren, könnte der russische Präsident sie nicht mehr für die Schwäche seines Landes verantwortlich machen. „Er wäre klar verantwortlich und müsste seinen Kurs ändern oder versuchen seine Macht unter Repression zu halten“, so Soros in seinem Beitrag weiter.

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz wollte der Moderator laut Focus online nun, dass der Investor ebenfalls das Portemonnaie zückt. „Das ist der richtige Moment, Herr Soros“, habe er gesagt. „Sagen Sie jetzt: ‚Ich gebe eine Milliarde für die Ukraine, und Merkel soll dann noch zehn drauflegen‘.“ Daraufhin habe Soros gelacht und geantwortet: „Ja, Frau Merkel fragt bestimmt schon, was dieser Soros eigentlich selbst tue bei all seinem Gerede.“ Grundsätzlich sei es kein Problem zu spenden, so der Investor weiter. Aber in diesem Fall werde es nicht reichen.

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