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Multi-Asset-Fonds mit Income-Komponente „Gute Erfahrungen mit Infrastruktur-Anlagen“

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Hat Kames auch im Segment Immobilien Änderungen vorgenommen?

Vijverberg: Ja, Anpassungen sind hier unumgänglich, denn wir sind hier breit aufgestellt. Ein Team in Den Haag kümmert sich speziell um dieses Portfolio-Segment. Schon vor längerer Zeit haben wir Einzelhandel-Immobilien abgestoßen; vor dem Hintergrund, dass sich Einzelhandel immer mehr ins Internet verlagert. Shopping-Malls in den USA sind ebenfalls immer weniger gefragt, viele von ihnen stehen vor der Pleite.

Statt auf Einzelhandelsimmobilien setzen wir verstärkt auf Logistikimmobilien. Es besteht eine große Nachfrage in diesem Bereich – eben weil sich Online-Shopping in der Breite so stark durchgesetzt hat. Angesichts der sehr hohen Preise bei Wohnimmobilien in Deutschland halten wir uns zurück – wir sind hier nicht mehr der First Mover, gelinde gesagt.

2017 ist gut gelaufen, im neuen Jahr wird das Geld sicherlich nicht mehr so einfach verdient. Welche Chancen sehen Sie 2018?

Vijverberg: Wir haben gute Erfahrungen mit Infrastruktur-Anlagen gemacht. Wir halten Anteile von Mautstraßen, zum Beispiel in Spanien, aber auch in Kanada und den USA. Eine unserer Beteiligungen beinhaltet auch einen Anteil am Flughafen Heathrow in London. Die Einnahmen erhöhen sich hier mit dem zunehmenden Passagier- und Frachtverkehr.

Gute Aussichten sehen wir auch bei den Autokonzernen Daimler und Renault. Letzterer hat in den vergangenen Jahren kräftig umgebaut und zum Wachstum zurückgefunden. Aufgrund der Allianz von Renault, Nissan und Mitsubishi nimmt die Gruppe für sich den Titel in Anspruch, neben VW größter Autobauer der Welt zu sein. Nissan ist ein Vorreiter in der Elektromobilität, denken Sie an den Nissan Leaf. Dieses Know-how wird dem französischen Partner zugutekommen: Das niedrige KGV von Renault, derzeit noch bei 7, bildet das gewaltige Potenzial noch bei weitem nicht ab. Wir werden deshalb an diesem Titel festhalten.

Welche Risiken sollten Anleger im Blick behalten?

Vijverberg: An erster Stelle ist hier die Notenbankpolitik zu nennen. Sie scheint straffer zu werden. Die Fed plant für das laufende Jahr weitere Zinsschritte, es könnten möglicherweise drei werden. Generell hat der Markt Risiken lange Zeit ignoriert.

Sollten Anleger Mischfonds deshalb wieder eine besonders ausgeprägte Aufmerksamkeit widmen?

Vijverberg: Der große Vorteil von Multi-Asset-Fonds ist darin zu sehen, dass sie so flexibel sind. Wir können kontinuierlich eingreifen, wenn es Verschiebungen an den Finanzmärkten gibt. Wir können aus einem breiten Spektrum von Assetklassen diejenigen auswählen, die uns am vielversprechendsten erscheinen.

Salopp formuliert, können Sie also nicht nur die eine oder andere Kanone einsetzen, um treffsicher an den Märkten mitzumischen, sondern gleich eine ganze Artillerie.

Vijverberg: Um in Ihrem Bild zu bleiben: Uns steht eine ganze Armee zur Verfügung. Rund 100 Spezialisten tragen zu den guten Ergebnissen des Kames Global Diversified Income Fund bei. Wir wählen aus deren unterschiedlichen Ansätzen denjenigen aus, der uns am meisten geeignet erscheint. Wir können Wertsteigerungspotenzial erkennen. Und es im Sinne unserer Anleger nachhaltig nutzen.

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