Munich Insurance Symposium

Big Data und Fintech: Versicherer haben Nachholbedarf

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Erst rund ein Drittel der Versicherungsunternehmen nutzt laut Umfragen bislang die Möglichkeiten von Big Data, und dann oft nur sehr selektiv, beklagt Henrik Naujoks, Partner bei der Unternehmensberatung Bain & Co, auf dem „Munich Insurance Symposium“. Über das Münchner Branchentreffen berichtet die Online-Plattform Verischerungsjournal.de.

Zwar sei die Euphorie groß: Immer mehr Versicherungsvorstände kehrten „beseelt und ohne Krawatte“ von Besichtigungstouren aus dem Silicon Valley zurück, zitiert das Versicherungsjournal MRIC-Vorstandssprecher und LMU-Professor Andreas Richter. Doch mit der Umsetzung in die Praxis sieht es mau aus, waren sich die Symposiums-Sprecher einig.

Ob Defizite bei der Software, unausgegorene Konzepte bei Anwendung der Erkenntnisse oder Unsicherheiten beim Datenschutz – die Redner machten auf große Lücken bei Umsetzung von Big-Data-Konzepten aufmerksam.

Große Hoffnungen setzt die Branche derweil auf Fintechs, in der Versicherungsbranche auch Insurtechs genannt. Doch selbst das geplante bayrische Gründerzentrum speziell für Insurtechs sei noch ein „sehr zartes Pflänzchen“, schränkte der MRIC-Beiratsvorsitzende und Vorstand der Versicherungskammer Bayern Robert Heene die positiven Nachrichten gleich wieder ein.

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