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Musterdepot-Kommentar vom 10. April 2015

Die Musterdepots profitieren von guter Stimmung in Japan und China

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Zu den drei Fonds-Musterdepots von DER FONDS >>

Der Nikkei 225 an der Börse in Tokio ist am Freitag erstmals seit 15 Jahren über die Marke von 20.000 Punkten geklettert. Gegenüber Ende 2014 entspricht das zwar nur einem Plus von knapp 15 Prozent, doch anders als an den meisten etablierten Märkten war die Dynamik in Tokio in den vergangenen Wochen ungebrochen. Vor allem ausländische Anleger entdecken derzeit ihr Interesse für japanische Aktien und wecken damit Appetit auf mehr.

Mit einem Zuwachs von knapp 25 Prozent läuft der seit Anfang Februar von Jun Tano gemanagte Fidelity Japan Advantage dem Nikkei-Index in diesem Jahr gut 10 Prozentpunkte voraus. Ein schöner Erfolg, der leider nur etwas zurechtgestutzt im Turnaround-Depot von DER FONDS ankam. Denn dort befindet sich die in Euro abgesicherte Anteilsklasse des Fidelity-Klassikers, die angesichts der 2015 chronisch schwachen Gemeinschaftswährung nur auf 12 Prozent Gewinn kommt. Seit Dezember 2012 – solange liegt der Fidelity Japan Advantage schon im Depot – beträgt der Vorsprung der währungsgesicherten Tranche allerdings fast 30 Prozentpunkte. Und da die japanische Notenbank eine ähnlich lockere Geldpolitik verfolgt wie die Europäische Zentralbank, erscheint der nächste Schwächeanfall des Yen nur eine Frage der Zeit.

Trotz der kurzfristig verschenkten Mehrrenditen in Japan führt das Turnaround-Depot mit einem seit Jahresbeginn erzielten Plus von 10,82 Prozent den internen Vergleich an – dicht gefolgt vom Trend-Depot mit 9,76 Prozent. Beide Depots profitierten unter anderem auch von ihren China-Positionen GAM Star China und LSF Asian Solar & Wind (plus 27 beziehungsweise plus 37 Prozent).

Zwar weist das Ausmaß der Rekordjagd in Schanghai und Shenzhen mittlerweile vereinzelt irrationale Züge auf. Erfahrene Vor-Ort-Investoren wie Templeton-Urgestein Mark Mobius rechnen deshalb über kurz oder lang mit einem scharfen Rücksetzer. Noch ist der Aufwärtstrend allerdings intakt. Zudem handelt es sich bei den Themen Solar und Wind um einen Nischenbereich, der eigenen Gesetzen folgt und dabei erst am Anfang eines langen Aufschwungs stehen könnte. So sieht es zumindest LSF-Fondsberater Christofer Rathke, der für diese Einschätzung in seinem jüngsten Monatsbericht in einer Hommage an den kürzlich verstorbenen Hollywood-Schaupieler Leonard Nimoy einen der prominentesten Außerirdischen der Film- und Serien-Geschichte zu Wort kommen lässt.

Die Mitte März erwartete Konsolidierung an den Aktienmärkten lässt weiter auf sich warten. Sollte sie in den kommenden Wochen einsetzen, stehen genügend Mittel bereit, um die vorübergehend auf 50 Prozent reduzierte Aktienquote wieder etwas anzuheben. Zumindest im Turnaround- und im Best-of-Two-Depot, wo Anfang April im Rahmen eines zu Jahresbeginn eingerichteten Sparplans je 200 Euro aus der Barreserve AL Trust Euro Cash in die Rohstoff-Bausteine Blackrock World Energy, Earth Gold Fund UI, Falcon Gold Equity und First State Global Resources geflossen sind, hatten die zur Risikoreduzierung eingewechselten Fondsbausteine Main First Emerging Markets Corporate Bond Balanced und DWS Concept Kaldemorgen einen mehr als respektablen Start: Sie legten in nur drei Wochen um 1,95 beziehungsweise 1,14 Prozent zu. Der das Trend-Depot verstärkende First Private Wealth verlor dagegen zunächst einmal 0,1 Prozent an Wert.

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