Musterdepot-Kommentar vom 13. November 2014

Goldminenfonds: Auf in die nächste Sparplan-Runde

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„Wenn es gerade Gold regnet, stell‘ einen Eimer vor die Tür und keinen Fingerhut.” Diese auf US-Investor Warren Buffett zurückgehende Börsenweisheit mag derzeit den einen oder anderen Gold-Fan dazu verleiten, die ganz große Tonne in den Garten zu rollen.

Eine im Kern richtige, aber dennoch nicht ganz ungefährliche Strategie. Denn zum einen gilt Buffett nicht gerade als Liebhaber des gelben Metalls; sein Rat bezieht sich ganz allgemein auf günstige Kaufgelegenheiten an der Börse. Zum anderen gibt es keine Regel und keine Gesetzmäßigkeit, die es dem Goldpreis verbietet, in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter zu fallen. Übermut kann also unter Umständen recht teuer werden.

Mehr noch als für das Edelmetall selbst gilt dies aufgrund der Hebelwirkung für Goldminenfonds, die seit Ende 2011 um rund 70 Prozent an Wert verloren haben (siehe Tops & Flops 3 Jahre). Auf die Frage, was da schlimmstenfalls noch passieren kann, gibt es nur eine richtige Antwort: eine ganze Menge. Der Anteilspreis eines Fonds, der von 100 Euro kommt und auf 30 Euro gefallen ist, kann weiterfallen auf 15 Euro. Obwohl der Verlust in der Endabrechnung sich nur um 15 Prozentpunkte vergrößert hat, hat sich der Wert des in der Tonne aufgefangenen Materials halbiert.

Nein, in einem derart ungemütlichen und schwer zu durchschauenden Umfeld (siehe auch Interview mit Earth-Gold-Fund-Fondsmanager Joachim Berlenbach) ist der Fingerhut die bessere Option. Deshalb nimmt die Redaktion im Turnaround- und im Best-of-Two-Depot die im Sommer 2013 eingerichteten und im Mai gestoppten Sparpläne in den Earth Gold Fund UI und den Falcon Gold Equity wieder auf. Ab dem 1. Dezember fließen an jedem ersten Börsentag im Monat jeweils 200 Euro aus der Barreserve in die beiden Minenfonds. Auf Sicht der kommenden drei Jahre entspricht das einem Gegenwert von 7.200 Euro – Geld, das keines der beiden Depots in den Abgrund reißt, aber sehr gut angelegt sein kann, wenn es 2015, 2016 oder 2017 zu einer Trendwende kommt.

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