Musterdepot-Kommentar vom 19. Februar 2015

Drohende Pleite Griechenlands lässt die Börsen kalt

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>>Zu den drei Fonds-Musterdepots von DER FONDS

Martin Hüfner, Chefvolkswirt von Assenagon Asset Management, bringt es in seinem jüngsten Wochenkommentar auf den Punkt: Scheidet Griechenland – was er mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent kalkuliert – aus dem europäischen Währungsverbund aus, hat der Euro ein paar Probleme weniger. Zwar rechnet Hüfner für diesen Fall mit einem größeren Knall an den Aktienbörsen. Letztlich blieben jedoch die alten Argumente für steigende Aktienkurse in Kraft: niedrige Zinsen und der Mangel an Alternativen für Dividendenpapiere.

Vor diesem Hintergrund gibt es weiter keine Änderung an der Anfang Februar formulierten Marschrichtung für die drei Musterdepots von DER FONDS: Dabeisein, genießen – aber jederzeit handlungsfähig bleiben. Gibt es den von Hüfner ins Spiel gebrachten Knall, steht in Form der Barreserve AL Trust Euro Cash und diverser Absolute-Return-Fonds genügend Liquidität bereit, um bei mittel- und langfristig aussichtsreichen Aktienfonds-Bausteinen noch einmal nachzulegen. Gibt es ihn nicht, steht einem abermals neuen Höchststand, wie ihn etwa das Trend-Depot zum Stichtag 17. Februar markiert, nichts im Wege.

Ein Depot-Baustein, der im Falle eines Grexits auf der Kippe stünde, wäre der DWS US Dollar Reserve. Denn auch wenn die von Hüfner skizzierte 40-Prozent-Wahrscheinlichkeit bei nüchterner Betrachtung etwas hoch gegriffen scheint – in einem Punkt dürfte er Recht behalten: Geht Griechenland und mit ihm vielleicht auch ein weiteres schwaches Euro-Land wie Zypern, dürfte der Euro gegenüber anderen Währungen zunächst einmal anziehen.

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