Musterdepot-Kommentar vom 5. März 2015

Gewinnmitnahmen bei Aktienfonds bleiben tabu

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>>Zu den drei Fonds-Musterdepots von DER FONDS

In einem Umfeld, in dem die wichtigsten Aktienmärkte an drei von fünf Tagen in der Woche ein neues Allzeithoch markieren, tut jeder Euro weh, der in einem seit Jahresbeginn mit gerade einmal 0,02 Prozent vom Fleck gekommenen Geldmarktfonds schlummert. Auch Absolute-Return-Fonds, die in den vergangenen neun Wochen um 2 oder 3 Prozent zugelegt haben, machen nicht wirklich Spaß. Also raus aus Cash, Renten, Gold, und alles auf die Draghi-Karte – am besten per Hebel-ETF (siehe Tops & Flops)?

Für ein Depot der Marke „Super-Spekulativ“ mag das die richtige Reaktion sein. Alle drei Musterdepots von DER FONDS folgen jedoch einem vermögensverwaltenden Ansatz. Ein Aktienfonds-Anteil von 60 Prozent, wie ihn derzeit das Trend-Depot hält, ist deshalb bereits relativ hoch – zumal auch andere in die richtige Richtung laufende Depot-Bausteine wie der DWS US Dollar Reserve oder der Allianz Renminbi Currency USD nicht ohne Risiko sind. In den beiden anderen Depots ist die effektive Aktienquote sogar noch etwas höher: Schließlich enthalten auch Mischfonds wie der Starcapital Argos, der Acatis Gané Value Event UI und der Carmignac Patrimoine einen Aktienanteil.

Weitere Aktienkäufe – mit Ausnahme der zum Monatsanfang ausgeführten Sparpläne in den Blackrock World Energy, den Earth Gold Fund UI, den Falcon Gold Equity und den First State Global Resources – verbieten sich also. Vorzeitige Gewinnmitnahmen jedoch ebenfalls: Sie stehen erst bei einer sich klar abzeichnenden Trendwende in der Geldpolitik der Notenbanken zur Debatte. Zwischenzeitliche Rücksetzer an den Aktienmärkten wären dagegen eher eine Gelegenheit, die dadurch gesunkene Aktienquote wieder über die Marke von 60 Prozent zu hieven.

Der einzige Depot-Baustein, der – neben den seit Mitte Januar erneut auf der Stelle tretenden Goldminenfonds – die in ihn gesetzten Erwartungen derzeit nicht so recht erfüllt, ist der Nordea Danish Mortgage Bond. Weil sich Dänemarks Zentralbank bislang erfolgreich gegen eine eigentlich fällige Aufwertung der Landeswährung wehrt, hat die dänische Krone in den vergangenen Wochen noch mehr an Wert verloren als der notorisch schwächelnde Euro. Das daraus resultierende weitere Verlustrisiko ist jedoch sehr überschaubar, so dass kein unmittelbares Handeln erforderlich scheint. Und wer weiß – vielleicht behält der Markt über kurz oder lang ja doch recht.

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