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Nach Ausbruch beim Goldpreis Goldaktien am Anfang einer Erholungsphase

Goldbarren und -münzen: Der Ausbruch beim Goldpreis ist gleichzeitig ein Signal für eine Erholung bei Goldaktien, meint Mark Burridge von Baker Steel Capital Managers.
Goldbarren und -münzen: Der Ausbruch beim Goldpreis ist gleichzeitig ein Signal für eine Erholung bei Goldaktien, meint Mark Burridge von Baker Steel Capital Managers. | Foto: Getty Images

In US-Dollar ausgedrückt stieg der Goldpreis in dieser Woche auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren und brach aus der Handelsspanne aus, die seit dem Ende des Abschwungs im Goldsektor vor einigen Jahren bestand. Die Aktienkurse der Goldproduzenten bewegen sich im Vergleich zum Goldpreis und zu breiteren Aktienmärkten weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Rückkehr der Dynamik in den Goldsektor in Verbindung mit den erheblichen positiven Reformen, die von einer Auswahl führender Goldproduzenten durchgeführt wurden, deuten jedoch auf eine Änderung hin. Dies ist eine Chance für Investoren, die von der Erholung dieses unterbewerteten Sektors profitieren möchten.

Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass kurzfristig sowohl höhere Preise, als auch ein „Pullback“ möglich sind, während makroökonomische Faktoren wie sinkende Realzinsen, hohe Verschuldung und Besorgnis über den Handelskrieg zwischen den USA und China den Goldsektor längerfristig positiv beeinflussen. Darüber hinaus stützen die erhöhte Volatilität und das steigende Risiko des Finanzsektors die Nachfrage nach Gold angesichts seines Status als effektiver Portfoliodiversifikator und als „sicherer Hafen“ -Anlage.

Warum ist der Goldpreis ausgebrochen?

Zwei Hauptkatalysatoren können als Haupttreiber für den jüngsten Ausbruch beim Goldpreis identifiziert werden. Erstens hat der Markt bei der US-Notenbank nach ihrer FOMC-Sitzung im Juni eine subtile, aber höchst signifikante Verschiebung in der Tonalität verzeichnet. Trotz der Beibehaltung des Leitzinses bei den Fed Funds Rates von 2,25% bis 2,50% wies der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, darauf hin, dass die Zentralbank möglicherweise weniger geduldig ist, die Kreditkosten zu senken, und öffnete die Tür zu möglichen Zinssenkungen im Laufe diesen Jahres. Die Fed stellte auch fest, dass sich die US-Wirtschaftstätigkeit abgeschwächt hat, was einen leichten Rückgang gegenüber der soliden Wirtschaftsleistung der letzten Jahre darstellt.

Viele Marktteilnehmer rechnen jetzt mit einer oder mehreren Zinssenkungen in den USA in diesem Jahr, obwohl über die Höhe der Senkung weiterhin spekuliert werden kann. Jedenfalls scheint die Fed zunehmend zu einer Lockerung der Geldpolitik zu tendieren und zeigt die Bereitschaft, Inflationsdruck zuzulassen. Historisch gesehen haben sich fallende Realzinsen für Gold und Goldaktien als äußerst günstiges Umfeld erwiesen.

Ein zweiter Auslöser für einen steigenden Goldpreis waren die schwächeren Aussichten für den US-Dollar. Dieser zeigte in den letzten Jahren zumeist Stärke, was sich in der Regel als Gegenwind für den Goldpreis erwies. Wichtig ist, dass der Schwerpunkt von Trumps Rhetorik sich von einem Handelskrieg zu einem möglichen Währungskrieg zu verlagern scheint. Dies wurde durch die jüngsten Kommentare des Präsidenten hervorgehoben, die auf die wahrgenommene künstliche Schwäche vieler Währungen der Handelspartner der USA abzielen. Die meisten dieser Handelspartner haben in den letzten Jahren eine wesentlich lockerere Geldpolitik betrieben als die USA. Dies ist ein wichtiger Faktor für eine Regierung, die die Korrektur von Handelsungleichgewichten in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftspolitik gestellt hat und niedrige Zinssätze und einen wettbewerbsfähigen Wechselkurs vorziehen, um dadurch US-Exporte zu steigern.

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