Nach Citigroup, JPMorgan Chase, Barclays und RBS

UBS steht vor Schuldgeständnis im Devisen-Fall in USA

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Bei der fünften Bank handelt es sich nach Aussage einer informierten Person um die UBS Group AG. Die anderen vier - Citigroup, JPMorgan Chase & Co., Barclays und Royal Bank of Scotland Group (RBS) - werden sich bei den kartellrechtlichen Vorwürfen schuldig bekennen, wie zuvor schon aus Kreisen bekannt geworden war.

Die UBS mit Sitz in Zürich sei die erste Bank gewesen, die nach Aufnahme der Untersuchungen zu möglichen Manipulationen am Devisenmarkt mit der Kartellabteilung des US-Justizministeriums zusammengearbeitet habe, hatten die Personen gesagt. Dank ihrer Kooperation blieben der Schweizer Bank kartellrechtliche Vorwürfe erspart, nicht aber der Vorwurf des Betrugs, hieß es.

Die Vergleiche mit dem Justizministerium und anderen Aufsehern werden offenbar seltene Schuldeingeständnisse enthalten, in die US-Banken involviert sind. Sparten von Citigroup und JPMorgan dürften jeweils Strafen von etwa eine Milliarde Dollar drohen, hatten informierte Personen gesagt.

Citigroups Strafzahlung dürfte zu den höchsten in der Gruppe zählen, erfuhr Bloomberg nun von drei Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind.

Händler sollen Chaträume mit mehreren Banken genutzt haben, um Aufträge zu diskutieren, und dort konspiriert haben, um den Markt zu manipulieren. Das US-Justizministerium basiere den Umfang der Strafen auf der Aktivität der Händler in diesen Chaträumen, sagten zwei Personen. Ein Chatraum im Mittelpunkt der Untersuchungen namens “The Cartel” wurde unter anderem von Händlern von Citigroup, JPMorgan, UBS und Barclays benutzt.

Sprecher von Citigroup, JPMorgan, UBS, RBS und Barclays lehnten eine Stellungnahme zu dem Fall ab, ebenso wie ein Vertreter des US-Justizministeriums.

Die britische Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) will nach Aussage einer anderen Person am selben Tag wie das US-Justizministerium ihren Vergleich mit Barclays im Zusammenhang mit Devisenmarkt-Manipulationen ankündigen. Die FCA wollte dazu keinen Kommentar dazu abgeben.

Der Zeitplan könnte sich noch ändern, weil auch andere Aufseher wie Federal Reserve und Commodity Futures Trading Commission involviert sind, erklärten die Insider. Auch die endgültigen Details könnten noch angepasst werden, darunter spezifische Vorwürfe, die sich schuldig bekennenden Sparten sowie der Umfang der Bußgelder.

Vor etwa zwei Jahren haben die Behörden die Untersuchung von möglichen Manipulationen am Devisenmarkt aufgenommen. Mehr als 25 Händler wurden seither gefeuert, suspendiert oder beurlaubt.

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