Nach dem Abgang von Bill Gross bei Pimco Kein Anleihefonds hat mehr Gelder eingesammelt
Neben MetWest haben insbesondere Vanguard Group, die von Gundlach geführte DoubleLine Capital, Dodge & Cox und BlackRock von den Abflüssen bei Pimco profitiert. Jede dieser Gesellschaften verzeichnete bei einem Fonds Zuflüsse von über 10 Milliarden Dollar. Eigentlich erschien es eher unwahrscheinlich, dass TCW von Pimcos Problemen profitieren würde. Als die damals zur französischen Bank Société Générale gehörende Fondsgesellschaft Gundlach im Dezember 2009 feuerte, zogen Kunden Gelder ab und Dutzende Mitarbeiter kündigten. Bis Ende Februar 2010 beliefen sich die Abflüsse auf rund 25 Milliarden Dollar, die teilweise in Gundlachs neue Gesellschaft DoubleLine flossen. Société Générale verkaufte die in Los Angeles ansässige TCW im Jahr 2013 an die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group. Während TCW sich mit ihrem Top-Fondsmanager herumärgerte, erfreute sich Pimco mit Sitz im weniger als 80 Kilometer entfernten Newport Beach mit der größten Kapitalzuflüsse, die jemals in der Fondsbranche verzeichnet wurden. Der von Gross gemanagte Pimco Total Return Fund schnitt 2007 besser ab als 99 Prozent seiner Konkurrenten und schlug 2008 82 Prozent der Konkurrenz. 2009 verzeichnete er einen Kapitalzufluss von 50 Milliarden Dollar. Das Kapital des Fonds erreichte 2013 seinen Höhepunkt bei 293 Milliarden Dollar. Ungefähr zu dieser Zeit begannen jedoch auch die Probleme bei Pimco, die seit 1999 dem deutschen Versicherer Allianz gehört. Im Januar 2014 kündigte CEO Mohamed El-Erian inmitten von Streitereien mit Gross seinen Rückzug an. Im August des gleichen Jahres war das Kapital des Hauptfonds auf 222 Milliarden Dollar geschrumpft, nachdem die Wertentwicklung in den Jahren 2011 und 2013 enttäuschend ausfiel.
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