Nach den jüngsten Banker-Selbstmorden

Burnout: Darum ist Wall Street stressiger als Silicon Valley

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Spätestens seit dem tragischen Tod zweier junger Banker - des 29-jährigen Thomas J. Hughes von Moelis & Co. und des 22-jährigen Goldman-Sachs-Analysten Sarvshreshth Gupta - flammt die Diskussion über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Finanzbranche wieder auf. 100-Stunden-Wochen, massiver Druck seitens der Vorgesetzten, Verzicht auf Urlaub und Privatleben - Burnout ist in der Finanzbranche längst kein Randphänomen mehr. Laut einer Untersuchung der National Occupational Mortality Surveillance (NOMS) hat ein Banker ein 1,5-mal höheres Risiko Selbstmord zu begehen als Angehörige anderer Berufe. 

Doch es gibt eine andere Branche die boomt, die einen ähnlichen Einsatz von ihren Mitarbeitern verlangt, ohne derart tragische Folgen beklagen zu müssen: Die IT-Industrie.

Warum die Mitarbeiter im Silicon Valley seltener ausbrennen als die Wall-Street-Banker erklärt Sam Wholley, Partner der in San Francisco ansässigen Personalberatungsfirma Riviera Partners, im Gespräch mit dem Sender CNBC. Das liege an zwei unterschiedlichen Kulturen, sagt er. Auf der Wall Street komme es in erster Linie auf die persönliche Leistung an: Jeder kämpfe für sich allein. In Sillicon Valley hingegen existiert laut Wholley ein soziales Sicherheitsnetz, das den Mitarbeiter im Fall der Fälle auffangen kann. „Wenn etwas passiert oder man bei einer Aufgabe nicht weiter kommt, bekomme man Unterstützung von Kollegen aus der ganzen Welt, die alle am selben Strang ziehen“. 

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