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Die europäischen Börsen haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen (Foto: Getty Images)

Die europäischen Börsen haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen (Foto: Getty Images)

Nach EZB-Kreditumfrage

QE unwahrscheinlich, Aktien brechen ein

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Eine Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Kreditvergabe hatte den sechsten Monat in Folge verbesserte Bedingungen für die Unternehmensfinanzierung ergeben. Damit verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung des Anleihekaufprogramms der Zentralbank (QE) bei der Sitzung in dieser Woche.

“Wir haben Zweifel, dass es im EZB-Rat derzeit ausreichend Rückhalt für weitere quantitative Maßnahmen gibt”, schrieb Markus Allenspach, Leiter des Anleihe-Research bei der Julius Bär in Zürich, in einem Kommentar. “Daher bietet die EZB-Sitzung in dieser Woche Enttäuschungspotenzial.” Banken erleiden Abschläge
Der Stoxx Europe 600 sank um 0,4 Prozent auf 362,67 Punkte, während der Euro Stoxx 50 sich um 0,5 Prozent auf 3255,72 Zähler abschwächte. Rohstoff- und Ölwerte setzten ihre Talfahrt vom Vortag mit 0,7 Prozent Verlust fort. Total SA verloren 0,9 Prozent, Eni SpA gaben ein Prozent ab.

Abschläge erlitten zudem die Bankwerte mit einem Minus von 0,7 Prozent. Die EZB erwartet negative Auswirkungen ihres QE- Programms auf die Gewinnentwicklung der Institute in den kommenden sechs Monaten. Eine Ausnahme stellte allerdings die Aktie von Unicredit mit rund 2,8 Prozent Gewinn dar. Die österreichische Zeitung Der Standard hatte berichtet, die Bank plane den teilweisen Verkauf des Österreich-Geschäfts an die Bawag PSK Bank. Unicredit hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung getroffen.

Der Dax fiel um 0,2 Prozent auf 10.147,68 Zähler. Aktien der Deutschen Bank sanken nach den Vortagesgewinnen im Zuge der Bankenschwäche um 1,4 Prozent. Dagegen ließ eine Hochstufung von Goldman Sachs die Titel der Deutsche Telekom um 2,2 Prozent steigen. Dank einer Kooperation mit der Adidas AG im Bereich Automatisierung schossen die Titel der Manz AG im Tec-Dax um 5,7 Prozent hoch. SMI und Luxx im Minus Unter Druck gerieten die Anteile der Biotest AG. Das Unternehmen kündigte außerplanmäßige Abschreibungen von insgesamt 84 Millionen Euro an, die zu einem negativen Ergebnis im dritten Quartal führen wird. Die Biotest-Aktie brach bis zu 10,1 Prozent ein und ging 8,8 Prozent leichter aus dem Handel.

Der Schweizer SMI gab um 0,6 Prozent auf 8650,02 Stellen nach. Der stärkste Rückgang der Schweizer Uhrenexporte seit 2009 ließ die Aktien der Swatch Group um 1,1 Prozent einknicken. Eine Abstufung auf Untergewichten durch Barclays sorgte bei Givaudan SA für drei Prozent Abschlag. Die Ratingagentur Moody’s hatte unterdessen das Rating für Transocean gesenkt, worauf es um ein Prozent nach unten ging. Eine erhöhte Jahresprognose verhalf dagegen Actelion zu 3,7 Prozent Plus.

Der Luxx schloss bei 1429,73 Punkten 1,2 Prozent im Minus. Der Satellitenbetreiber SES bildete nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman mit einem Verlust von 4,2 Prozent das Index-Schlusslist in Luxemburg. Anteile des Stahlkonzerns Arcelormittal gaben 3,1 Prozent ab. Dow Jones und S&P 500 kaum verändert
Bei den US-Standardwerten fielen Aktien der International Business Machines Corporation um 5,5 Prozent; der Computer-Konzern hatte seine Gesamtjahresprognose gekürzt. Andere Technologiewerte schlugen sich besser: So kletterten die Titel von Sandisk  dank Übernahmespekulationen um 4,9 Prozent. Mit den Vorgängen vertraute Personen hatten von fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen mit Western Digital berichtet, die um 3,8 Prozent nachgaben. Der Dow Jones Industrial und Standard and Poor’s 500 waren nach zweieinhalb Handelsstunden kaum verändert.

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