Nach Insolvenz der Maple Bank

Kein Einlagenschutz mehr für Institutionelle?

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Ein vom Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) beauftragter Ausschuss diskutiert jetzt, wo die Grenze zwischen schutzbedürftigen privaten und nicht schutzwürdigen institutionellen Einlegern gezogen werden soll. In der Vergangenheit wurden bei Pleiten privater Banken auch institutionelle Anleger entschädigt.

Nach Informationen der Börsen-Zeitung dürfte der Schutz für Mittelständler, kleinere Versorgungswerke oder private Stiftungen zwar auch künftig nicht eingeschränkt werden. Doch beim Kollaps mehrerer Großbanken drohe das System der privaten Einlagensicherung an seine Grenzen zu stoßen, weshalb eine klare Ausschlussregelung erforderlich sei.

Aktueller Anlass der Diskussion ist die Insolvenz der Maple Bank. Das Frankfurter Institut konnte Steuerforderungen im Zusammenhang mit Cum-ex-Aktiengeschäften nicht tragen. Für ihre Einlagen von bis zu 2,6 Milliarden Euro haftet der Sicherungsfonds, der vor fünf Jahren auf einen Sicherungsumfang von 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank umgestellt wurde.

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