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Aktien-Ticker an der französischen Börse Euronext bei Paris | © Getty Images Foto: Getty Images

Nach Macron-Sieg

Europäische Aktien rutschen ins Minus

Die Aktienmärkte hätten bereits vieles vorweggenommen, und jetzt noch die Quote für europäische Papiere zu erhöhen, falle sicher schwer, schrieb Carsten Mumm, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank Donner & Reuschel, in einem Marktkommentar. So waren an der Pariser Börse dann auch in erster Linie die Bankwerte "Brief", die sich im Vorfeld der Abstimmung besser als der Gesamtmarkt entwickelt hatten. Société Générale verbilligten sich um 2,8 Prozent, für BNP Paribas ging es um 2 Prozent nach unten.

Die Deutsche Asset Management, Vermögensverwalter der Deutsche Bank AG, riet hingegen dazu, europäische Aktien jetzt überzugewichten. Mit der Wahl des parteilosen Macron sei das größte politische Risiko Europas vom Tisch, das ausländische Investoren davon abgehalten habe, ihre Gelder verstärkt nach Europa umzuschichten.

Euro fällt auf das Niveau von vor der Wahl

Auch den Euro stützte das Wahlergebnis nicht nachhaltig. Nach einer kurzen Stippvisite im Bereich jenseits der Marke von 1,10 fiel die Gemeinschaftswährung zum Dollar wieder auf das Niveau von vor dem Urnengang zurück.

"Das heißt freilich keinesfalls, dass der Devisenmarkt die Wahl Emmanuel Macrons zum Präsidenten als negativ für den Euro beurteilt. Im Gegenteil, seine Vision einer Fiskalunion der Euroraum-Staaten mag die Vorstellung beflügeln, dass Europa aus der wenig nachhaltigenZwickmühle zwischen fiskalischer Solidarität und Souveränität herausfindet und die Währungsunion zu einem stabileren Konstrukt wird", schrieb Währungsanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank in einem Marktkommentar.

Freilich sei der Wille des französischen Präsidenten, diesen Weg zu beschreiten, eine wichtige notwendige Bedingung für eine Fiskalunion. Aber sie sei nur eine von Hunderten notwendigen Bedingungen. "So attraktiv sich Macrons diesbezügliche Pläne daher für einen Devisenhändler anhören, so gering ist jedoch der Anlass, daraufhin Euro-Long-Positionen einzugehen."

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