Nach SAC-Schließung

Milliardär Cohen schlägt Hedgefonds weiter

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Auch nachdem er SAC Capital Advisors geschlossen hat, schlägt Steven A. Cohen immer noch die meisten Hedgefonds.

Der Vermögensverwalter Point72 Asset Management, den Cohen gegründet hat, um sein Privatvermögen zu verwalten, hat seit Jahresbeginn etwa 9 Prozent zugelegt, wie Bloomberg News von zwei informierten Personen erfuhr. Hedgefonds haben hingegen von Jahresbeginn bis Ende Juni im Schnitt lediglich 2,5 Prozent gewonnen, zeigen Bloomberg-Daten.

Die Gewinne entsprechen mehr als der Hälfte der Rekordstrafe von 1,8 Milliarden Dollar, die Cohens Hedgefonds hatte zahlen müssen, um Insiderhandel-Vorwürfe beizulegen. Zwar ist die Zahl der Mitarbeiter im Zuge der Umwandlung von einem Hedgefonds in ein so genanntes Family Office von 1000 auf 850 geschrumpft, Cohen zeigt jedoch keine Anzeichen dafür, seinen Biss verloren zu haben. Mittlerweile stellt er sogar wieder neu ein.

Cohen, dessen Vermögen sich nach dem Bloomberg Billionaires Index auf etwa 11 Milliarden Dollar beläuft, stach schon immer aus der Hedgefondsbranche hervor. Seit er 1992 SAC gründete, erzielte er ein mittleres jährliches Plus von 30 Prozent.

Im vergangenen Jahr bis Mitte Dezember legte SAC rund 20 Prozent zu, erklärte eine mit der Entwicklung vertraute Person, die nicht namentlich genannt werden wollte, damals. Hedgefonds insgesamt gewannen 2013 im Schnitt 7,4 Prozent.

In diesem Jahr profitierte Cohen beispielsweise von Investments in Intercept Pharmaceuticals, hieß es. SAC gewann fast 370 Millionen Dollar in nur zwei Tagen im Januar dank der Intercept-Beteiligung, nachdem ein Leber-Mittel des Pharmakonzerns in Tests erfolgreich war.

Ein Sprecher von Point72 wollte zu den Informationen nicht Stellung beziehen. Die Firma verwaltet zwischen 9 Milliarden Dollar und 10 Milliarden Dollar.