Daniel Danon und Tobias Knecht von Assenagon; Christoph Sporer von Berenberg (v. li.): Das sind die Manager der zwei von fünf besten Volatilitätsfonds. Welche Produkte das sind und welche Fonds es noch in die Top-5 schafften, erfahren Sie in unserer Chart-Strecke

Daniel Danon und Tobias Knecht von Assenagon; Christoph Sporer von Berenberg (v. li.): Das sind die Manager der zwei von fünf besten Volatilitätsfonds. Welche Produkte das sind und welche Fonds es noch in die Top-5 schafften, erfahren Sie in unserer Chart-Strecke

Nach Sharpe Ratio

Die 5 besten Volatilitätsfonds – und wie ihre Manager Zappel-Börsen in Rendite umwandeln

Volatilitätsfonds sind Nischenprodukte: Gerade einmal 40 solcher Fonds gibt es am Markt. Absolut alternative, eine Publikation des Hamburger Analysehauses Absolut Research, nahm diese Fondskategorie unter die Lupe und berechnete deren Rendite-Risikoverhältnis (Sharpe Ratio; Stand: Ende Mai). DAS INVESTMENT.com präsentiert 5 Produkte, die Anlegern das beste Rendite-Risiko-Verhältnis bieten und lässt deren Manager zu Wort kommen.  Was sind Volatilitätsfonds?
 
Manager von Volatilitätsfonds betrachten die Schwankungen an den Finanzmärkten nicht als Risikomaß, sondern als eigenständige Anlageklasse. Damit können sie beim ständigen Auf und Ab der Börsen Erträge erwirtschaften. Außerdem reduzieren sie das Gesamtrisiko eines Portfolios durch Diversifikation, denn die Volatilität hat den Vorteil, dass sie kaum mit anderen Anlageklassen korreliert. Welche Volatilitäts-Strategien es gibt und welche Chancen und Risiken diese bergen, erklärt Jan Tille, stellvertretendem Leiter Research bei Absolut Research, im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com. Welche Strategien die Manager der fünf besten Volatilitätsfonds einsetzen und mit welchen künftigen Marktentwicklungen sie rechnen, erfahren Sie in unserer Chart-Strecke.  Greiff Capital Management / Paragon UI:

Sharpe Ratio: 1,21 p.a. DAS INVESTMENT.com: Bitte beschreiben Sie die Strategie Ihres Fonds. Fondsmanager Tarek Saffaf: Paragon ist eine Stable Return Strategie mit dem Ziel, risikobewusst in jedem Marktumfeld positive Renditen zu erreichen. Der Fonds investiert in bonitätsstarke Anleihen und erzielt über eine marktneutrale Alphastrategie risikobudgetierte Zusatzerträge. Die Strategie setzt darauf, dass sich Märkte bewegen. In welche Richtung ist dabei egal. Paragon profitiert somit von monatlichen Bewegungen, die sowohl in Trend- wie auch in Seitwärtsphasen vorkommen. Durch den Einsatz von Risikobudgets sowie dem stringenten Investmentprozess erhält die Strategie ihre Stabilität und agiert dabei völlig marktneutral und prognosefrei. Die Renditequelle, eine Kombination aus direktionaler Options- und marktneutraler Volatilitätsstrategie, weist im Vergleich zu anderen Volastrategien einen deutlich stabileren Verlauf, geringere Drawdowns und ein unkorrelierteres Verhalten auf. Welche durchschnittliche Rendite bei welcher Volatilität streben Sie an? Saffaf: Wir streben eine jährliche Rendite von Euribor +3 Prozent bei einer Volatilität von 3 Prozent an. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Sie diese Ziele erreichen? In welchem Marktumfeld funktioniert die Strategie besonders gut? Welche Entwicklungen könnten die Zielerreichung gefährden? Saffaf: Als marktneutrale Strategie muss sich Paragon zur Erreichung unseres Stable Return Zieles generell an jedes Marktumfeld anpassen. In erster Linie profitiert die Strategie aber von monatlichen Marktbewegungen. Märkte bewegen sich sowohl in Zeiten hoher als auch in Zeiten niedriger Volatilität. Auch wenn wir, wie die stabile Wertentwicklung der letzten Jahre gezeigt hat, in jedem Volatilitätsumfeld gute Ergebnisse erzielen können, so steigt bei höherer Volatilität die Wahrscheinlichkeit und die Höhe des Gewinns der Paragon-Strategie. Da die globalen Risiken wieder zugenommen haben und auch die Notenbankpolitik zunehmend an ihre Grenzen stößt, erwarten wir zukünftig insgesamt ein durchschnittlich höheres Volatilitätsumfeld als in den vergangenen drei Jahren und davon sollte Paragon zusätzlich profitieren.

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