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Nachfrage nach privaten Policen bricht ein

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Der „Assekuranz Absatzpotenzial-Index“ des Marktforschungsinstituts Psychonomics, der das Abschlusspotenzial in der Branche misst, liegt mit aktuell 42 Indexpunkten 16 Punkte unter dem Vorjahreswert. Ein historischer Tiefstand. Besonders betroffen von dem Nachfragerückgang sind die Sachversicherungen. In der Schaden-/Unfall-/Haftpflicht-Sparte verringerte sich die mögliche Zahl der Neuabschlüsse von 1,6 Millionen auf 1,2 Millionen Verträge. Wenn ein Vertrag unterschrieben wird, dann am ehesten bei Huk-Coburg, Cosmos-Direkt, DEVK, HDI-Gerling, Aachen-Münchener und Axa. Die private Altersvorsorge konnte sich anders als die Sachversicherungen auf einem stabilen Niveau von 200.000 Policen halten. Beliebte Anbieter sind hier Allianz, Aachen-Münchener und Cosmos-Direkt. Trotz der Einbußen in der kurzfristigen Abschlussintention der Versicherten, bleibt die generelle Bereitschaft, sich eine Versicherung zuzulegen aber bestehen. „Der Versicherungsvertrieb wird es in den kommenden Wochen und Monaten infolge der wirtschaftlichen Verunsicherung nicht leicht haben, die Kunden von Neuabschlüssen zu überzeugen“, sagt Christoph Müller, der die Psychonomics-Studie leitet. „Grundsätzlich besteht aber weiterhin großes Potenzial, das es mit überzeugender Ansprache und attraktiven Angeboten differenziert anzugehen gilt.“ Wissen: Zu Beginn jedes Quartals befragt Psychonomics 1.500 Versicherungskunden ab 18 Jahren zum einen nach ihrer generellen und zum anderen nach ihrer kurzfristigen Abschlussbereitschaft. Für den Assekuranz Absatzpotenzial-Index (Assdex) fragen die Marktforscher auch nach aktuellen Anbieter- und Produktvorlieben der Versicherten.

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