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Goldmünzen in der Auslage: Münzkäufer hielten sich 2019 verhältnismäßig stark zurück. | © Linda Hamilton / Pixabay Foto: Linda Hamilton / Pixabay

Nachfrage sinkt

Münz- und Barrenkäufern wird Gold zu teuer

Die Goldnachfrage ist im vierten Quartal 2019 eingebrochen, meldet das World Gold Council. Sie fiel von 1.295 Tonnen im Vorjahresquartal um fast 20 Prozent auf nunmehr 1.045 Tonnen. Wobei ein Sondereffekt das Bild verzerrt. Denn im vierten Quartal 2018 lag die Gold-Nachfrage deutlich über dem Durchschnitt. Es waren die höchsten Quartalskäufe seit dem zweiten Quartal 2013.

Quelle: World Gold Council

Aufs Gesamtjahr bezogen, sieht die Sache schon ganz anders aus. Da ging die Nachfrage um lediglich 1 Prozent von 4.401 auf 4.356 Tonnen zurück. Wobei gerade das Anlegerverhalten ein gespaltenes Bild zeigt. „Barren- und Münzanleger nahmen Gewinne mit, während Momentum-getriebene Käufe bei mit Gold unterlegten ETFs für Zuflüsse sorgten“, heißt es im Bericht. In der Tat lag die Nachfrage nach Barren und Münzen mit 871 Tonnen so tief wie seit zehn Jahren nicht mehr. Vor allem in China und Indien sei sie zurückgegangen, heißt es vom Council.

Quelle: World Gold Council

Das andere Extrem zeigt sich bei mit physischem Gold unterlegten Börsenprodukten (also ETFs), bei denen Anleger kräftig zugriffen. Der oben genannte Begriff „Momentum-getrieben“ bedeutet nichts anderes, als dass Anleger weiter dem Trend folgen. Die Bestände kletterten 2019 um 401 Tonnen (im Vorjahr: um 76 Tonnen) auf einen neuen Rekord von 2.906 Tonnen. Als wichtigste Triebfedern nennen die Analysten des Councils niedrige Zinsen und politische Unsicherheiten.

Quelle: World Gold Council

Ebenfalls auffallend ist es, wie sich die Zentralbanken verhalten. Auch sie ließen sich durch den hohen Goldpreis nicht einschüchtern und bauten 2019 netto ihre Bestände um 650 Tonnen aus. 2018 kauften sie aber mit 656 Tonnen noch etwas mehr. Damit zählt das World Gold Council das zehnte Jahr in Folge, in dem Zentralbanken kauften. Die Bestände liegen nun schätzungsweise bei rund 34.700 Tonnen. Am stärksten schlug die türkische Zentralbank zu, sie kaufte 159 Tonnen Gold.

Parallel dazu stieg das globale Angebot von 4.673 Tonnen im Vorjahr auf 4.776 Tonnen im vergangenen Jahr, was hauptsächlich auf verstärktes Recycling zurückzuführen ist. Der globale Gold-Überschuss stieg damit von 231 Tonnen im Vorjahr auf nunmehr 420 Tonnen.

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