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Besonders häufig nutzen Unternehmen aus dem Energiesektor grüne Anleihen: Anleger sollten genau hinsehen, ob die Erlöse tatsächlich für umweltfreundliche Projekte eingesetzt werden.  | © imago images / Future Image Foto: imago images / Future Image

Nachhaltige Anlagen

Ab und an helfen statt grüner Anleihen auch Aktien weiter

Der Markt für Green Bonds boomt und dürfte weiterwachsen: Unternehmen, Regierungen und multinationale Organisationen wollen ihre Mittel für die Umsetzung umweltfreundlicher Projekte immer weiter aufstocken. So sind beispielsweise mehr als 30 Prozent des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaupakets der Europäischen Union für grüne Projekte bestimmt.

Aber wie bei jeder Anlageform gibt es auch bei Green Bonds mögliche Tücken – nicht zuletzt, weil viele dieser Anleihen in Wirklichkeit gar nicht so „grün“ sind wie sie vorgeben.

Emissionen steigen rasant

Gab es vor zehn Jahren nur wenige Green Bonds, wurden 2019 grüne Anleihen im Wert von rund 257 Milliarden US-Dollar emittiert – ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so die Climate Bonds Initiative. Ihren Prognosen zufolge werden es 2020 sogar 350 Milliarden US-Dollar sein (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Jährliche Green Bond-Emissionen insgesamt, in Milliarden US-Dollar

Die USA und Europa haben bislang den Markt beherrscht. Im Jahr 2019 entfielen allein auf Europa 45 Prozent der globalen Emissionen. Mittlerweile mischen auch andere Länder mit. Chinesische Unternehmen, vorwiegend Banken, sind mit einem Volumen von rund 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 (siehe Grafik 2) bereits große Emittenten. So schnell der Markt jedoch wächst: Nach wie vor macht er nur einen winzigen Teil des insgesamt 100 Billionen US-Dollar schweren globalen Anleihen-Pools aus.

Grafik 2: Historische Green Bond-Emissionen insgesamt (2012-2019) nach Land, in Milliarden US-Dollar

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