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Nachhaltige Fonds kamen besser durch die Krise

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Die Finanzkrise ging 2008 auch an nachhaltigen Investmentfonds nicht spurlos vorüber: Die Performance der sogenannten SRI-Fonds (Sustainable and Responsible Investment) unterschied sich kaum von der konventionell gemanagter Fonds. Trotzdem vertrauten Investoren nachhaltig orientierten Anlagekonzepten. In Europa zugelassene SRI-Fonds verbuchten laut dem Analysehaus Lipper Netto-Mittelzuflüsse von 5,6 Prozent im Jahr 2008. Im gleichen Zeitraum zogen Investoren netto rund 6 Prozent des Kapitals aus konventionell gemanagten Fonds ab. Auch in der ersten Hälfte 2009 investierten Anleger mehr Gelder in nachhaltige als in konventionelle Investmentfonds. „Durch die Krise stellen langfristig orientierte Investoren immer höhere Ansprüche an Unternehmen in Bezug auf verantwortungsbewusste Unternehmensführung und umweltfreundliche Geschäftsmodelle“, erklärt Wim Vermeir, Vorstandsmitglied von Dexia Asset Management. Insbesondere der Umgang mit vier Problemen – Klimawandel, Wasserknappheit, Personalmangel und die demografische Entwicklung – bestimmt laut Dexia die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Denn sowohl natürliche Ressourcen wie Energie und Wasser, als auch die sogenannten Human Ressources, also gut qualifizierte Mitarbeiter, werden in Zukunft immer knapper. Nur Firmen, die verantwortungsvoll damit umgehen, werden im internationalen Wettbewerb bestehen. Zudem müssen Unternehmen ihre Aktivitäten an Trends wie Urbanisierung, Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern noch stärker anpassen. Auch der Ruf nach der sogenannten Corporate Governance – einer verantwortungsvollen Unternehmensführung – wird nach der Finanzkrise immer lauter.  

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