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Der Impact zählt Nachhaltige Fonds trotzen der Krise

Blumenwiese für die Erhaltung der Artenvielfalt
Blumenwiese für die Erhaltung der Artenvielfalt: Mithilfe von Impact-Fonds können Anleger gezielter in eine bessere Welt investieren. | Foto: imago images / U. J. Alexander

Nachhaltige Geldanlage ist unbestritten ein Megatrend des noch jungen Jahrzehnts. Aufmerksamkeit bekam das Thema nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie. Autos blieben öfter in der Garage und der Flugverkehr kam fast vollständig zum Erliegen. Weltweit ist dadurch der Ausstoß des Treibhausgases CO2 deutlich zurückgegangen. Für viele Anleger spielen nachhaltige Faktoren bei der Geldanlage eine immer wichtigere Rolle.

Während Fonds nach Artikel-8 darauf abzielen, in die Wertpapiere von Emittenten zu investieren, die Nachhaltigkeitsmerkmale aufweisen, gehen Fonds nach Artikel-9 noch einen Schritt weiter. Sie vereinen das Ziel, eine attraktive Rendite einzufahren, verbunden mit einer messbaren sozialen oder ökologischen Wirkung. Die Kategorisierung gilt seit März 2021. Im vergangenen Jahr verbuchten beide Fondstypen hohe Mittelzuflüsse. Im ersten Quartal floss jedoch aus Artikel-8-Fonds viel Geld ab.

Das Analysehaus Morningstar sieht die Gründe in der hohen Inflation, der anstehenden Zinswende und den geopolitischen Risiken durch Putins Krieg in der Ukraine. „Nach starken Zuflüssen 2021 waren es die Artikel-8-Fonds, die im ersten Quartal am meisten unter dem schwierigen Marktumfeld litten und Abflüsse verzeichneten“, sagt Hortense Bioy. Die Expertin leitet das Nachhaltigkeitsresearch von Morningstar. „Die Artikel-9-Fonds erwiesen sich dagegen als widerstandsfähiger und konnten Zuflüsse verbuchen.“

Trotz der widrigen Marktbedingungen stieg das Vermögen der beiden Produktkategorien im ersten Quartal um 8,5 Prozent auf 4,18 Billionen Euro. Dabei verzeichneten Artikel 8-Fonds im ersten Quartal Abflüsse in Höhe von 3,3 Milliarden Euro, während Artikel 9-Fonds, die nach strengeren Nachhaltigkeitskriterien angelegt sind, Zuflüsse in Höhe von 8,6 Milliarden Euro verbuchen konnten.

Die neuesten Zahlen legen nahe, dass unter Investoren derzeit ein Umdenken stattfindet. Sie bevorzugen die „strengen“ Impact-Fonds, um gezielt in eine bessere Welt zu investieren.