Johannes Führ

Johannes Führ

Nachhaltiger Rentenfonds: Neuer Name, neuer Manager, neue Strategie

Die Auswahl der internationalen Rentenpapiere im Renditefonds UI (WKN 976 984) nach ökologischen und sozialen Kriterien wird künftig mit dem Managementansatz der Johannes Führ Deutschland GmbH verzahnt. Führ gilt als „Oliver Pocher der Fondsbranche“ (FAZ). Immer für einen launigen Spruch gut. Er ist zudem ein alter Hase: Bereits 1999 legte er seinen ersten Rentenfonds auf. Sein Investmentstil ist recht einfach: „Vergessen Sie Zins und Laufzeit, das ist völlig uninteressant“, so Führ. „Es spielt nur eine Rolle, ob ich als Gläubiger mein Geld zurückbekomme, das war schon immer so.“ Er handelt strikt nach dem „Führschen Grundsatz“: Ein Wertpapier ohne Liquidität ist nichts wert. Die Titelauswahl für den Renditefonds UI erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst werden jene Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die zehn Leitsätze der Vereinten Nationen verstoßen. Verpönt sind unter anderem Kinderarbeit oder Geschäfte in den Bereichen Tabak, Rüstung und Atomkraft. Im zweiten Schritt werden dann die extrafinanziellen Faktoren der übriggebliebenen Firmen analysiert. „Diese Faktoren werden von der klassischen Finanzanalyse nicht berücksichtigt“, sagt Johannes Weber, geschäftsführender Gesellschafter von White Investments, ehemals Panda Investment Management. „Sie sind eher qualitativer Natur und häufig nicht direkt in Zahlen zu messen, weil sie beispielsweise Grundsätze der Unternehmensführung oder immaterielle Vermögenswerte betreffen.“ Es könne sich auch um externe Faktoren handeln, die durch Marktmechanismen nicht abgedeckt seien, wie es bei Umweltschäden der Fall sei. Weber: „Bei Staaten können diese Kriterien Einfluss auf das Vertrauen der Investoren haben.“ Geprüft werden unter anderem die Einhaltung der Menschenrechte, die politische und juristische Stabilität sowie der Umgang mit Korruption. Im dritten Schritt durchlaufen die übrig gebliebenen Unternehmen die Finanzanalyse von Führ.

Mehr zum Thema
Namensrecht läuft aus: DJE-Fonds verliert Panda Panda und DJE managen grünen Total-Return-Fonds