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Nachhaltiges Investieren Was Anleger von den Vereinten Nationen und vom Nobelpreis lernen können

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Der Mensch ist unendlich kreativ und hat es in der Hand, dem Klimawandel entgegen zu wirken und andere Umweltprobleme, die die Erde belasten, zu lösen. Er braucht lediglich die Mittel dazu. Einige Forschungsvorhaben, die mit angemessenen Geldmitteln unterstützt wurden, tragen bereits Früchte.  In der Branche für saubere Energie, wo Innovation floriert, haben technologische Fortschritte dazu geführt, dass die Kosten für Solarenergie, Windenergie und Batteriespeicher drastisch gesunken sind. Einer Studie zufolge sind für jeden US-Dollar, der seit den 1970ern in Luftreinhaltungstechnologie investiert wurde, geschätzte 30 US-Dollar in die Wirtschaft zurückgeflossen.

Selbstgefälligkeit ist hier aber fehl am Platz.  Romer hat bei seiner Erforschung der wirtschaftlichen Effekte von technologischem Wandel herausgefunden, dass Anleger innovative Unternehmen oftmals nicht angemessen belohnen und ihnen das Kapital versagen, das für umfassende Forschung und Entwicklung erforderlich ist. Das wiederum bedeutet, dass die Gesellschaft nur von einem Bruchteil des kollektiven Erfindungsgeistes und Einfallsreichtums der Menschheit profitiert. Das liegt teilweise auch an Kurzsichtigkeit. Allzu oft wird vielversprechenden Technologien keine Aufmerksamkeit zuteil, weil die Anleger nicht die Geduld haben zu warten, bis Renditen abfallen.

Ordentlich am Wachsen: Der Markt für Umweltprodukte. Jährlich eingereichte Patente für Umweltprodukte:

                  Quelle: World Intellectual Property Organization; Daten beziehen sich auf den Zeitraum 31.12.1999–31.12.2015

Der Markt für Umweltprodukte wächst und wächst

Romer hat mit seiner Forschungsarbeit deutlich gemacht, dass Anleger in längeren Anlagezeiträumen denken müssen, wenn zielgerichtete Innovationen wie Umwelttechnologie Wurzeln schlagen und weltweit Verbreitung finden sollen. Nur dann kann Kapital dort hinfließen, wo es am dringendsten benötigt wird. Einer Schätzung zufolge müssen in den kommenden zwanzig Jahren private Investitionen von rund 2,5 Billionen US-Dollar  pro Jahr in grüne Technologie umgeleitet werden.

Erfreulicherweise ist der Markt für Umweltprodukte und -dienste ordentlich am Wachsen. Die Branche hat mittlerweile einen Wert von etwa 2 Billionen US-Dollar und wächst mit einer annualisierten Rate von 6 bis 7 Prozent – und damit doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft. Der World Intellectual Property Organisation zufolge hat sich Anzahl der Patente, die für Umwelttechnologien eingereicht wurden, in den vergangenen zehn Jahren auf rund 20.000 pro Jahr verdreifacht.

Was könnten Unternehmen, die solche Technologien entwickeln, nicht alles erreichen, stünde ihnen mehr Gelder zur Verfügung. Hier kommen die Anleger ins Spiel: Ihnen fällt eine zentrale Rolle bei der Steuerung der Wirtschaft in Richtung mehr Nachhaltigkeit zu. Sie können nicht nur den ökologischen Fußabdruck von Unternehmen verkleinern, sondern auch einen Beitrag zur Finanzierung von Technologien leisten, mit denen sich die Ressourcen der Erde für künftige Generationen bewahren lassen. Wie das Nobelpreiskomitee bereits festgestellt hat, diktiert die Natur die Bedingungen, unter denen wir leben, während Wissen unsere Fähigkeit definiert, diese zu steuern.

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Über Laurent Ramsey:

Laurent Ramsey ist seit dem 1. Januar 2016 geschäftsführender Teilhaber der Gruppe. Er ist CEO und mitverantwortlicher Teilhaber von Pictet Asset Management, dem institutionellen Geschäftsbereich der Pictet-Gruppe. Laurent Ramsey hat 22 Jahre Erfahrung in der Asset-Management-Branche, davon 16 in den Bereichen Pensionsfonds und Vertrieb. Er kam 1993 zu Pictet. Nach zwei Jahren in Genf war er in Asien als Senior Investment Manager in Hongkong und Singapur tätig. Danach wurde er mit der Entwicklung des institutionellen Geschäfts in dieser Region betraut und zum Executive Director von Pictet Asia ernannt. Im Jahr 2000 kam Laurent Ramsey zurück nach Genf, wo er zuerst die Funktion des Head of Marketing & Sales von Pictet Funds innehatte. 2004 wurde er zum CEO dieses Geschäftsbereichs ernannt. Nach der Fusion von Pictet Funds und Pictet Asset Management im Jahr 2010 wurde Laurent Ramsey Global Head of Distribution der neu geschaffenen Geschäftseinheit Pictet Asset Management. Laurent Ramsey hat einen Bachelor und einen Master in internationaler Betriebswirtschaft der Handelshochschule Lausanne (HEC/Unil). Im Jahr 1994 erwarb er überdies das Schweizer AZEK-Diplom für Finanzanalysten und Portfoliomanager.

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