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„Nachhaltigkeit 2.0“: „Hier können Kleinanleger tatsächlich etwas bewegen“ | © Pixabay Foto: Pixabay

„Nachhaltigkeit 2.0“

„Hier können Kleinanleger tatsächlich etwas bewegen“

Wir haben in den letzten 50 Jahren jeweils zwischen 15.000 und 36.000 Milliarden Tonnen CO2 jährlich ausgestoßen. Das macht insgesamt 1.200 Milliarden Tonnen CO2, die bereits jetzt den Klimawandel antreiben. Sollten wir es schaffen, den Klimawandel ab morgen mit 36 Milliarden Tonnen weniger stark zu beschleunigen, haben wir ihn jedoch nicht angehalten. 

Wir haben noch immer ein viel zu hohes Tempo drauf, was uns schon in wenigen Jahrzehnten weit über die 3-Grad-Grenze treiben wird. Die Nachhaltigkeit, über die jetzt so viel diskutiert wird, wäre schon vor 50 Jahren nötig gewesen.

„Disruptive Innovationen nötig“ 

Mit Nachhaltigkeit allein werden wir das angestrebte Ziel einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder nicht erreichen. Dafür sind inzwischen disruptive Innovationen nötig, welche das Potenzial haben, bei breiter Umsetzung mehrere Milliarden Tonnen zusätzlich abzubauen.

Hier gibt es einen großen Bereich von Venture-Capital- und Impact-Investoren, die sich dieses Marktes angenommen haben. Es steht teilweise sogar mehr Geld zur Verfügung als Projekte. Doch woran liegt das?

Es gibt eine sehr große Zahl an Frühphasen-Start-ups, die auf Erfolg und Sicherheit ausgerichtete Fonds nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden. Denn zu 99,9 Prozent gehen diese kleinen Unternehmen schnell wieder ein. Das ist eine Tatsache und dadurch auch eine selbsterfüllende Prophezeiung. Hier können Privatleute mit einem kleinen Teil ihres Vermögens tatsächlich etwas bewegen.

„Neue Systeme als Game Changer“ 

Die neuen Geo-Engineering Techniken, die wir jetzt benötigen, sind zurzeit noch nicht rentabel. Es braucht interessierte Privatleute, die bereit sind, innovative Ansätze auch bei einer sehr geringen Aussicht auf Erfolg in einer sehr sehr frühen Phase zu fördern. Nur dann können einige stark auf Nachhaltigkeit und auch Rentabilität ausgerichtete neue Systeme zu einem Game Changer werden.

Volker Korrmann, Ewind

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Investitionen mit hohem Risiko verbunden sind. Aber welches Risiko wiegt schwerer: nichts tun und wissen, dass es eigentlich schon 20 Minuten nach 12 Uhr ist, oder ein Projekt unterstützen, dass nicht die gewohnte Anlagensicherheit verspricht, aber einen echten Gewinn an Zukunft für alle bringen kann? Das heißt, raus aus der gewohnten Komfortzone, neue Ideen verfolgen und überdenken und unterstützen!

Hier kann man je nach Plattform schon ab 100 Euro gezielt einzelne Projekte unterstützen und zusammen mit der Community das eine oder andere Unternehmen in den klassischen Venture-Capital-Bereich heben und so zur allgemeinen Verbreitung bringen. Denn mit sicheren Anlagen allein erreichen wir nur ganz sicher nichts mehr.


Über den Autor 

Volker Korrmann ist Diplom-Ingenieur und seit 2011 Geschäftsführer der Ewind Betreiber- und Vertriebs- GmbH und hat im Rahmen dieser Tätigkeit Forschungsprojekte im Bewässerungsbereich in Zusammenarbeit der Humboldt Universität, der Landesstelle Berlin und dem Institut für Olivenbäume in Tunesien durchgeführt. Er beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren vor allem mit der Entwicklung von bezahlbaren und wirtschaftlichen Lösungen gegen den Klimawandel. 

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