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Klima-Protest in Taiwan: Geldanlage ist immer stärker global diversifiziert, ökologische und soziale Faktoren spielen eine immer größere Rolle.  | © Getty Images

Nachhaltigkeit bei BlackRock

Pioniere in der ESG-Analyse

Victoria Arnold, Expertin für ETF und Index Investing und lokaler ESG-Ansprechpartner

Immer mehr Privatanleger fragen nachhaltige Produkte nach. Im Investment-Prozess institutioneller Anleger kommt Nachhaltigkeit neben den Faktoren strategische Vermögensallokation, Erfolgsbilanz des Fondsmanagers, erwartete Rendite und Risikotoleranz ebenfalls eine immer wichtigere Rolle zu. Das Interesse steigt, weil sich die Gewissheit durchgesetzt hat, dass die Renditen nachhaltiger Anlagen gleichauf mit den Renditen klassischer Anlagen liegen.

Der Weg dahin stellte vor Herausforderungen: Investoren hatten oft nicht ausreichende Daten beziehungsweise konnten nicht unbedingt auf zuverlässige Analysemodelle zurückgreifen. Zugleich sorgte mangelnde Planungssicherheit in Bezug auf den regulatorischen Rahmen für Unsicherheit. Nun hat die Europäische Union im März 2018 ihren Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums vorgestellt, und im Juni 2019 folgten Vorschläge der Kommission für eine Etikettierung nachhaltiger Anlagestrategien nach verschiedenen „Güteklassen“. Eines ist klar: Damit institutionelle und private Anleger leichter in nachhaltige Anlagen investieren können, sind besser zugängliche Daten und einheitliche Standards erforderlich.

Drei Gründe befeuern das Interesse an Nachhaltigkeit

Ungeachtet dieser Hürden ist das breite Interesse an nachhaltiger Geldanlage groß. Die Erkenntnis hat sich durchgesetzt: Der Umgang eines Unternehmens im Hinblick auf ökologische und soziale Faktoren sowie auf gute Unternehmensführung (auf Englisch: Environmental, Social und Governance, kurz ESG) lässt Rückschlüsse auf die operative Effizienz und Produktivität des Unternehmens zu.

Gleichermaßen spielen rechtliche Vorgaben eine Rolle: Die UN-Klimakonferenz in Paris, der EU-Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen, die EbAV-II Richtlinie und der Corporate Social Responsibility(CSR)-Report sind Beispiele für die zunehmende Regulierung zur Förderung von Nachhaltigkeit.

Und schließlich sorgt der demographische Wandel für einen Nachfrageschub: Für die Millennials ist entscheidend, dass Investments ethische Zwecke erfüllen und soziale und ökologische Themen berücksichtigen.

Unter dem Druck der Öffentlichkeit beziehen daher immer mehr institutionelle Anbieter nachhaltige Faktoren in ihre Portfolioentscheidungen ein. Weil die Summe der nachhaltigen Investmentfonds und Mandate in Deutschland Ende 2018 auf 133,5 Milliarden Euro gestiegen ist, rechnet das Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) vor, hat sich das verwaltete Vermögen im vergangenen Jahrzehnt hierzulande weit mehr als verzehnfacht. Allein 2018 lag das Wachstum bei beachtlichen 45 Prozent; eben weil „gewichtige Marktteilnehmer große Investmentfonds und Mandate auf Nachhaltigkeit umgestellt haben“, so die FNG-Experten.

Aladdin ist Pionier in der Nachhaltigkeitsanalyse

Um nachhaltigkeitsbezogene Anlagestrategien effektiv zu messen und zu managen, sind leistungsfähige Daten und Technologien anzuwenden. Bei BlackRock spielt in dieser Hinsicht das Risikoanalyse- und Anlageverarbeitungssystem Aladdin eine entscheidende Rolle. Seit 2015 fließen ESG-relevante Unternehmensdaten in Aladdin ein. Somit haben unsere Portfoliomanager und auch einige unserer Kunden die Möglichkeit, ihre Anlageentscheidungen mit immer besseren ESG-Daten zu unterfüttern. Konkret betrifft dies unter anderem die Zusammensetzung von Aufsichtsräten, das Verhalten gegenüber Mitarbeitern sowie den Umgang mit dem Klimawandel.

Bei BlackRock koordiniert ein Team für Sustainable Investing, das aus 20 Experten besteht, die Einbeziehung nachhaltigkeitsbezogener Erkenntnisse und Daten – sei es in Bezug auf aktiv gemanagte und indexbasierte Fonds oder individuelle Mandate und Alternative Investments. Insgesamt verwaltet BlackRock 66,6 Milliarden US-Dollar in dezidiert nachhaltigen Strategien – einschließlich ESG-Portfolios, themenbezogener Strategien und Impact-Mandaten. Zusätzlich werden 505,6 Milliarden US-Dollar in Portfolios gemanagt, die auf der Basis der entsprechenden Kriterien fortlaufend optimiert werden.

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